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re.petition – re.cycling – re.setting

CRIPPLED SYMMETRIES by KNM Berlin ist eine internationale Konzertreihe und ein Festival, das Komponistinnen, Performerinnen und Kollektive aus verschiedenen Kulturen zusammenbringt.

In Anlehnung an Morton Feldmans Spätwerk Crippled Symmetry entfalten die Künstler:innen Wiederholung, Variation, Kontextverschiebung und Neubefragung – weniger als abstrakte Konzepte, vielmehr als Werkzeuge individueller künstlerischer Biografien.

Programm:

FR 17. April 2026

19:00 Uhr, Villa Elisabeth / Cube Band recital

Wählen oder gewählt werden - Set 1

Die Eröffnung des Crippled Symmetries Festivals gestaltet das junge taiwanesische Trio Cube Band. In ihrer außergewöhnlichen Besetzung verbinden die drei Musikerinnen die traditionellen chinesischen Saiteninstrumente Pipa und Guzheng mit westlichem Schlagzeug. Zwischen Kontrolle und Entgrenzung entstehen virtuose Klangräume voller Spannungen.

20:30 Uhr, St. Elisabeth-Kirche / AnA Maria Rodriguez/Juan Felipe Waller, Ensemble KNM Berlin

Aus dem Material, in die Zeit - Set 2

Die künstlerische Arbeit von Ana María Rodríguez und Juan Felipe Waller begreift Recycling als ästhetischen Prozess und untersucht die klanglichen und symbolischen Potenziale wiederverwerteter Materialien. Zesses Seglias entwirft gemeinsam mit dem Ensemble KNM klangliche Kreisformen, in denen Erinnerung, Vergänglichkeit und Resonanz aufeinandertreffen.

SA 18. April 2026

19:00 Uhr, Villa Elisabeth / Ensemble KNM Berlin, Sol-I So, Bo-Sung Kim

Gut - Set 3

Die südkoreanische Hafenstadt Busan ist Heimat der schamanischen Tanzkultur „Gut“, die sich in von Instrumentalmusik begleiteten Gesängen und Tänzen manifestiert. In Zusammenarbeit mit dem Busan International Contemporary Music Festival präsentiert das dritte Set Werke koreanischer Komponist*innen, die diese lokale Tradition aus zeitgenössischer Perspektive neu interpretieren.

20:30 Uhr, St. Elisabeth-Kirche / Ensemble 0

Open Symmetry - Set 4

Das französische Ensemble 0 stellt mit Open Symmetry erstmals Musik von Tristan Perich in Berlin vor. Der New Yorker Künstler, international bekannt für seine Musik und Klangobjekte auf Basis kleinster musikalischer Informationen, verbindet die ästhetische Klarheit von Mathematik, Physik und Code mit einem pulsierenden, lebendigen Raum. Wiederholung, Bruch und Klangfarben stehen hier in ständiger Bewegung und zeugen von Tristan Perichs einzigartiger Klangsprache.

SO 19. April 2026

19:00 Uhr, St. Elisabeth-Kirche / Ensemble KNM Berlin

Klang als Neuanfang - Set 5

Ausgehend von ihrer eigenen Long-Covid-Erfahrung entwickelt Petra Strahovnik eine Komposition, die Atem, Heilung und Neuanfang ins Zentrum stellt. Inspiriert von modernen Traumaforschungen ebenso wie von Praktiken wie Yoga Nidra, Vipassana und Mantras verbindet das Werk individuelle Erfahrung mit kollektiver Weisheit. Durch fragmentiertes, sich wandelndes Material, atmende Phrasierungen und rituelle Gesten entsteht ein meditativer Klangraum, in dem Körper und Geist, Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen.

20:30 Uhr, Villa Elisabeth / Ensemble KNM Berlin

Sichere Räume - Set 6

Retama ist das erste kollektive Netzwerk peruanischer Komponistinnen zeitgenössischer Musik, das 2020 gegründet wurde, um Musik von Frauen sichtbarer zu machen und sichere Räume für interdisziplinäre Projekte zu schaffen. Ihr Programm vereint vier Werke, die Kreisläufe, Rituale und die Verbindung von Mensch, Natur und Kosmos in den Mittelpunkt stellen. Dabei greifen die jungen Komponistinnen auf die Mythologie und Geschichte ihrer Heimat zurück.

Zusätzliche Informationen

Preise:

Tagesticket zzgl. Vorverkaufsgebühr 16,- € / 12,- €

3-Tage-Festivalticket zzgl. Vorverkaufsgebühr 36,- € / 30,- €

Termine
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