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Ein nächtlicher Anruf der Mutter reißt Marek zurück in seine Jugend: in eine dysfunktionale Familie, in eine konservative Industriestadt, die Andersartigkeit bestraft. Die politischen und wirtschaftlichen Umbrüche nach 1989 treffen die ganze Familie: Armut, Alkoholismus, Gewalt.


Melancholisch, fragil und hoffnungsvoll erzählt Marek Torčík von der Suche eines jungen Mannes nach dem Mut, zu sich selbst und seinem Begehren zu stehen. »Was die Zeit nicht nimmt« (2026) wurde in 27 Sprachen übersetzt und ist der international erfolgreichste tschechische Roman seit Jahrzehnten.


An dem Abend liest Marek Torčík aus seinem Erfolgsroman »Was die Zeit nicht nimmt« und spricht mit Verleger Ruben Höppner über Herkunft, Klasse, Körper und Queerness im postsozialistischen Tschechien.


Marek Torčík (*1993) schreibt Lyrik und Prosa, stammt aus Přerov und lebt in Prag. Nach dem Studium der Englischen Literatur und Kultur an der Prager Karls-Universität veröffentlichte er 2016 seinen Lyrikband »rhizomy«. Sein Romandebüt »Was die Zeit nicht nimmt« wurde in 27 Sprachen übersetzt. Für sein Schreiben erhielt er u. a. den Magnesia-Litera-Preis für Prosa und den Jiří-Orten-Preis.


Ruben Höppner ist Verleger des Anthea Verlags, den er 2024 übernahm und als literarisches Zuhause für Stimmen aus Mittel- und Osteuropa ausrichtete. Er studierte Slawistik und Germanistik in Berlin und Prag und ist seit 2021 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Slawistik der Universität Potsdam. 2025 wurde Anthea mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet.


Veranstaltung auf Deutsch und Tschechisch.

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