Direkt zum Inhalt

Die in Helsinki lebende Künstlerin Anna Tuori (*1976) untersucht in ihrer Malerei das Spannungsfeld zwischen Sichtbarem und Verborgenen.



Ihre Arbeiten reflektieren, wie Realität erfahrbar wird – oft über das Imaginäre, über Fiktionen und Illusionen. Realität erscheint ihr nicht stabil, sondern fragil, widersprüchlich und ambivalent, was sich in einer Malerei ohne klare Grenzen zwischen Innen und Außen ausdrückt.

In Werken wie "Getting the Wind Back" verschwimmen Vorder- und Hintergrund, Oberfläche und Tiefe kippen ineinander. Transparente Acrylschichten treffen auf dichte Ölfarben, formale, emotionale und expressive Ebenen überlagern sich. Tuori entwickelt ihre Bilder häufig aus der Abstraktion heraus, als Komposition von Farbe, Rhythmus, Licht und Pinselspuren, die Zögern und Entschlossenheit zugleich ausdrücken. Motivisch stehen ihre Arbeiten in losem Dialog mit Stillleben und Memento mori.


In Smell of Green begegnet das Vergängliche – ein erschöpftes Skelett – dem Unvergänglichen, symbolisiert durch Efeu.

The Milk Train Doesn’t Stop Here Anymore rückt das Morbide ins Zentrum und verhandelt Verletzlichkeit, Endlichkeit und die Spannung zwischen Leben und Tod.

In der Serie Mental Hospitals verbindet Tuori scheinbar Vertrautes mit Unheimlichem. Hier existieren Geborgenheit und Angst, Nähe und Fremdheit nebeneinander, was auf die fragmentarische, situativ geprägte Wahrnehmung und existenzielle Unruhe verweist. Ihre Arbeiten eröffnen Räume für Irritation, Reflexion und ein Bewusstsein für die Mehrdeutigkeit des Gesehenen.
Zusätzliche Informationen
Termine
Januar 2026
MoDiMiDoFrSaSo
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31