FESTIVALAUSSTELLUNG
Wer sind „wir“, wo beginnt
und endet Gemeinschaft, wo Verwandtschaft? Für wen empfinden Menschen
Interesse, Verantwortung, Liebe, Empathie? Was, wenn Menschen in einen offenen Dialog
treten würden – nicht allein miteinander, sondern ebenso mit anderen Tieren,
mit Pflanzen, Pilzen und anorganischen Lebensformen aus Gegenwart und
Vergangenheit?
und endet Gemeinschaft, wo Verwandtschaft? Für wen empfinden Menschen
Interesse, Verantwortung, Liebe, Empathie? Was, wenn Menschen in einen offenen Dialog
treten würden – nicht allein miteinander, sondern ebenso mit anderen Tieren,
mit Pflanzen, Pilzen und anorganischen Lebensformen aus Gegenwart und
Vergangenheit?
Könnten „wir“ dann jenseits von Artengrenzen und unserem linearen Zeitverständnis miteinander sprechen, träumen und koexistieren? Wer könnten „wir“ dann werden? Und könnten künstliche Intelligenzen (KI) ein Lernen voneinander ermöglichen, könnten sie helfen, nicht-humane Intelligenzen besser zu respektieren, gar zu verstehen? Die Ausstellung AI ANCESTORS erkundet diese Fragen, erforscht Seinsweisen artenübergreifender Allianz.
Die präsentierten Stimmen beziehen sich auf dekoloniale, intersektionale, trans- und ökofeministische Ansätze, auf nicht-westliche und indigene Lebensweisen und Wissenssysteme. Durch Körper, Poesie und Sound ergründen sie animistische Mythen in Tibet und Ko-Autor:innenschaft mit KI, sie reagieren auf den Herzschlag der BesucherInnen und flüstern ihnen Gedichte der Zukunft zu.
Jenseits von KI-Verharmlosung oder -Glorifizierung, von Utopie und Dystopie lädt AI ANCESTORS die BesucherInnen ein, schon heute Teil dieser Zukünfte zu sein, diese für sich sinnlich zu erspüren.
Mit Werken von K Allado-McDowell USA | Rike Scheffler Deutschland | Himali Singh Soin Indien/Großbritannien & David Soin Tappeser Deutschland | Louise Walleneit Deutschland
Kuration: Rike Scheffler
Ko-Kuration: Mathias Zeiske
MI 15.6. und DO 16.6. | tgl. 13.00–19.00 sowie FR 17.6. – DO 23.6. | tgl. 13.00–22.00 | Erdgeschoss | Eintritt frei