Der Tiergartenviertel-Experte Alexander Darda beleuchtet in einem Vortrag die Anfänge und die frühe Entwicklung der Kirche. Es folgt ein Empfang mit Gelegenheit zu Gesprächen und Begegnung sowie ein Festgottesdienst mit einer Predigt von Generalsuperintendentin Prof. Dr. Julia Helmke.
Die Feier würdigt die bewegte Geschichte der Kirche und ihre heutige Rolle als Ort des Dialogs zwischen Kirche und Kunst. Sie findet im Rahmen der Rauminstallation »Als ich dachte es sei Luft« von Nadine Schemmann statt, die dem Kirchenraum eine besondere künstlerische Wirkung verleiht.
Programm:
15 Uhr – Vortrag
Alexander Darda, Experte für das Tiergartenviertel und derzeit Stipendiat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK)/Kunstbibliothek, gibt einen anschaulichen Einblick in die Entstehungszeit der Kirche und ihres Umfelds. Er beleuchtet die frühen Bewohner*innen des Viertels und die Entwicklung der Gemeinde. Historische Pläne, Grafiken und Fotografien lassen die Anfänge lebendig werden.
16.30 Uhr – Empfang
Nach dem Vortrag lädt die Stiftung St. Matthäus zu einem Empfang vor der Kirche in der Baumschule Kulturforum. Die Initiative der Stiftung St. Matthäus, der SPK und der Stiftung Berliner Philharmoniker fördert seit einigen Jahren den Austausch zwischen den Institutionen und Akteur*innen am Kulturforum und trägt zur stärkeren Vernetzung des Standorts bei.
18 Uhr – Festgottesdienst
Den Abschluss bildet ein festlicher Gottesdienst mit einer Predigt von Generalsuperintendentin Prof. Dr. Julia Helmke. Die musikalische Gestaltung übernimmt das Berliner Frauen-Vokalensemble der St. Matthäus-Kirche unter der Leitung von Lothar Knappe mit Werken von der Entstehungszeit der Kirche bis in die Gegenwart von Felix Mendelssohn Bartholdy, Egil Hovland und Mayako Kubo.
Geschichtlicher Hintergrund:
Die St. Matthäus-Kirche wurde nach Entwürfen des königlichen Baumeisters Friedrich August Stüler gemäß der damaligen Italiensehnsucht im Stil der oberitalienischen Romanik errichtet und am 17. Mai 1846 geweiht. Zu dieser Zeit stand sie noch vor den Toren der Stadt inmitten von Wiesen und Feldern, doch innerhalb kurzer Zeit entwickelte sich das Areal zu einem bedeutenden großbürgerlichen Viertel mit kultureller Strahlkraft. 1931 wurde der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer in der St. Matthäus-Kirche ordiniert.
Im Zuge der nationalsozialistischen Stadtplanung und durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs wurde das Viertel stark verändert. Die Kirche selbst brannte im April 1945 aus und blieb über ein Jahrzehnt eine Ruine in einem Niemandsland. Erst unter der Leitung des Architekten Jürgen Emmerich wurde sie von 1956 bis 1960 wieder aufgebaut – außen rekonstruiert in der Fassung Friedrich August Stülers – innen in moderner Gestaltung.
Heute ist die St. Matthäus-Kirche das älteste Gebäude im Kulturforum. Seit ihrer Übergabe an die Stiftung St. Matthäus im Jahr 1999 versteht sie sich als ein Ort, an dem sich kirchliches Leben und zeitgenössische Kunst begegnen.
Zusätzliche Informationen
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