Als bildender Künstler wirkte Klein entscheidend an den wichtigsten Avantgardeströmungen der Vor- und Zwischenkriegszeit mit. 1910 gehörte er zu den ersten Mitgliedern der Neuen Secession, gemeinsam mit expressionistischen Künstlern wie Max Pechstein.
Einen Ruf an das neu gegründete Bauhaus lehnte Klein 1919 ab. Stattdessen übernahm er die Leitung einer Klasse für Dekorationsmalerei an der Berliner Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums, vertiefte seine Kontakte in die Kunst- und Theaterwelt und wurde in den 1920er Jahren zu einem gefragten Bühnenbildner und Raumgestalter – prägend sowohl für das expressionistische Theater als auch für die Formensprache des deutschen Art Déco. Während der NS-Zeit verlor Klein seine Professur, erhielt Malverbot und wurde als „entartet“ diffamiert; zahlreiche seiner Werke wurden aus öffentlichen Sammlungen entfernt. Ausschließlich im Bereich des Bühnenbilds konnte er weiterhin tätig bleiben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandte er sich erneut intensiv der Malerei zu und schuf ein eindrucksvolles Spätwerk.
Kleins Werdegang verdeutlicht die herausgehobene Rolle Berlins ab den 1910er Jahren. Denn diese Karriere war durch Berlin, aber auch so nur in Berlin möglich. Cesar Klein war intensiv mit involviert in Berlins Aufstieg zur unumstrittenen Kulturhauptstadt Deutschlands in der Weimarer Republik. Als wichtiger Maler des deutschen Expressionismus knüpfte er an das von der englischen Arts-and-Crafts-Bewegung geprägte Kunstverständnis an, nach dem Künstler auch angewandt arbeiten und sich der Gestaltung von Objekten und Räumen widmen sollten. So schuf er in der Hauptstadt Interior Design für Kinos und Theater und arbeitete als Szenograf und Bühnenbildner auch für Film- und Theaterinszenierungen.
Cesar Klein zählt zweifellos zu den bedeutendsten Vertretern der Berliner Moderne, sowohl in der freien Kunst als auch im angewandten Bereich. Dennoch wurde ihm in Berlin bisher keine monografische Ausstellung gewidmet. Der 150. Geburtstag des Künstlers bietet nun den Anlass, sein Schaffen mit einer groß angelegten Schau – gezeigt werden rund 200 hochkarätige Leihgaben – in Berlin zu würdigen.
Eröffnung der Ausstellung
Mi, 14.10., 18 Uhr, Anmeldung nicht erforderlich
Kostenlose öffentliche Führungen (zzgl. Museumseintritt)
an jedem Samstag, 15 Uhr, Anmeldung nicht erforderlich
Kostenlose öffentliche Kuratorinnen-Führungen (zzgl. Museumseintritt)
So, 1.11., 10.1., 21.2., 16 Uhr, Anmeldung nicht erforderlich
Theater machen! Vortrag mit anschließender Diskussion, umrahmt von Musik und Puppenspiel
Sa, 14.11., 18 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich
Kultur für alle! Diskussion, umrahmt von Musik
Do, 4.2., 18 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich
Bühnenbilder und szenische Räume. Diskussion
Fr, 26.2., 18 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich
Lieber Rhythmus. Musikalische Hommage an Cesar Klein
Fr, 12.3., 18 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich
Kostenlose „Familiensonntage“ jeden 3. Sonntag im Monat, 11 Uhr, für Kinder (5–12 Jahre)
und ihre Familien, 90 min., Anmeldung erforderlich unter: vermittlung@broehan-museum.de, Tel: 030/32690625
Herbst-, Winter- und Osterferienkurse für Kinder, weitere Infos: www.jugend-im-museum.de
Schulklassenprogramm zur Ausstellung, weitere Infos: www.broehan-museum.de/vermittlung
Mosaik-Workshop
Lassen Sie sich von den leuchtenden Farben und ornamentalen Entwürfen Cesar Kleins inspirieren und gestalten Sie unter professioneller Anleitung Ihr eigenes Mosaik. Aus bunten Keramik- und Porzellanscherben entsteht Schritt für Schritt ein einzigartiges Kunstwerk zum Mitnehmen.
Sa, 31.10./ 7.11./21.11./5.12./9.1./23.1./6.2./27.2./6.3./20.3.,14–17 Uhr
ab 16 Jahre, 89 € p.P. inkl. Museumseintritt und Workshopmaterial, begrenzte Teilnehmerzahl. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Verbindliche Anmeldung bis spätestens drei Tage vor dem gewählten Termin erforderlich unter: vermittlung@broehan-museum.de, Tel: 030/32690625
After Work Mosaik
Erleben Sie die Ausstellung nach den Öffnungszeiten und gestalten Sie in exklusiver Atmosphäre Ihr eigenes Mosaik. Bei einem Feierabendgetränk erwartet Sie in kleiner Runde ein besonderer Kreativabend im Museum.
15.1. oder 19.2., 17–20 Uhr, ab 16 Jahre, 95 € p.P. inkl. Museumseintritt und Workshopmaterial, begrenzte Teilnehmerzahl. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Verbindliche Anmeldung bis spätestens drei Tage vor dem gewählten Termin erforderlich unter: vermittlung@broehan-museum.de, Tel: 030/32690625
Buchbare Führungen für Gruppen
Zu unseren Ausstellungen können Sie individuelle Führungen buchen. Ob Gruppenführung, Kuratorenführung oder exklusive Abendführung, wir bieten das passende Angebot.
Dauer: 60 min, Kosten: 80 €/120 €/200 € (zzgl. Museumseintritt)
Weitere Infos und Anmeldung über

