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Die Ausstellung "THE URBAN SKIN" von den Künstler:innen: Pietro Ruffo, Jan Bauer und Giovanni Battista Piranesi wird im URBAN NATION Project Space ausgestellt und im Mittelpunkt steht die Stadt Rom als verdichteter Bild- und Erinnerungsraum.

Die Ausstellung zeigt Zeichnungen von Pietro Ruffo und Jan Bauer, die mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln entstehen:

als vielschichtige Kompositionen, Papierschnitte, kartografische Strukturen, präzise Beobachtungen und materialbezogene Studien.

Beide Künstler nähern sich Rom als einer Stadt, deren Oberflächen Spuren von Zeit, Macht, Erinnerung, Zerstörung und Erneuerung tragen.

Die Stadt erscheint dabei nicht als bloßes Motiv, sondern als verletzlicher Körper und offenes Archiv.

Rom bildet das historische und konzeptionelle Zentrum der Schau.

In den Arbeiten von Pietro Ruffo und Jan Bauer wird die Stadt als Ort jahrtausendealter Schichtungen lesbar:

Ruinen, Fassaden, Fragmente, Monumente und architektonische Details verweisen auf ein komplexes Geflecht aus Geschichte, Natur, politischer Imagination und kulturellem Gedächtnis.

Urbane Oberflächen werden in der Ausstellung nicht als statischer Hintergrund verstanden, sondern als Träger von Spuren und Bedeutungen, an denen sichtbar wird, wie Geschichte in der Gegenwart fortwirkt.

Pietro Ruffo bedient sich in seinen Arbeiten historischen Vorlagen von Giovanni Battista Piranesi. Seine präzisen Zeichnungen, Papierschnitte und vielschichtigen Kartografien verbinden diese geografischen und architektonischen Systeme mit kosmischen sowie geologischen Zeitrechnungen, wodurch die Architektur in eine globale, historische Perspektive gerückt wird.

Jan Bauer hingegen fokussiert das mikroskopische Detail.

Seine Gemälde und Zeichnungen konzentrieren sich auf beschädigte Oberflächen und Fragmente im Stadtraum. Seine Arbeiten zeigen, was vom urbanen Gedächtnis lesbar bleibt, wenn Gebäude und visuelle Zeugnisse durch Zeit und Zerstörung verändert oder aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst werden.

Erweitert wird die Ausstellung durch ein interaktives Resonanzlabor, in dem die Impulse aus den Arbeiten der Künstler auf Berlin übertragen werden.

Dort begegnen Besuchende Fragen zu Berliner Oberflächen, Spuren und Erinnerungen.

Als besonderes historisches Fundament werden dort fünf originale Radierungen von Piranesi zu sehen sein.

Sie dienen neben ausgewählten Büchern und Materialien aus dem Bestand vom URBAN NATIONs Martha Cooper Library als Impulsgeber zur eigenen Reflexion, Lesens, Schreibens und Zeichnens.

Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich mit Fragen zu Berlin auseinanderzusetzen:

Welche Oberfläche erzählt Geschichte?

Welche Spur sollte sichtbar bleiben?

Welche Wand bezeugt Veränderung?

Die Antworten können schriftlich, zeichnerisch oder skizzenhaft formuliert werden und fließen in ein wachsendes Resonanzarchiv ein.

Zudem bietet der Workshop „Colourful Faces of Antiquity“ mit Jan Bauer Jugendlichen die Möglichkeit, Porträts an der Schnittstelle zwischen antiker Skulptur und urbanem Stencil-Design zu kreieren.

THE URBAN SKIN begreift Berlin nicht als Kulisse, sondern als lebendigen, sich ständig überschreibenden Körper, dessen Risse die Gegenwart der Stadt erklären.

Berlin wird dabei nicht als bloßer Ausstellungsort verstanden, sondern als urbaner Körper, dessen Oberflächen Geschichte bewahren und zugleich fortwährend neue Bedeutungen annehmen.

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