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Mit DER RAUM DES UNBEHAGENS zeigt der Medienkünstler und Fotograf Julian Kirschler eine Ausstellung in der Galiläakirche Berlin-Friedrichshain, die sich drängenden gesellschaftlichen und politischen Konfliktfeldern der Gegenwart widmet.


„Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu.“ – Ödön von Horváth

Inmitten des sakralen Raums verdichten sich Installation, Fotografie, 3D-Animation, KI-basierte Bildwelten und eigens komponierte Soundscapes zu einem vielschichtigen Erfahrungsraum, der nicht auf Distanz setzt, sondern körperlich und emotional involviert.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist Kirschlers fortlaufende Werkserie DER RAUM DES UNBEHAGENS, die aus seiner 2022 realisierten Installation In Nomine Patris hervorging; einer künstlerischen Auseinandersetzung mit Machtmissbrauch innerhalb kirchlicher Strukturen.

In der Galiläakirche wird dieses Thema erweitert und aktualisiert: Macht, Gewalt, Manipulation, Verschwörungsglauben, Hate Speech, Krieg und die Erosion demokratischer Werte werden als miteinander verwobene Phänomene erfahrbar gemacht. Kirschlers Arbeiten operieren bewusst im Spannungsfeld von Ästhetik und Zumutung. Einprägende Bilder und präzise choreografierte Klangräume stehen im Kontrast zu den behandelten Inhalten. Der Kirchenraum wird nicht bloß bespielt, sondern semantisch aufgeladen: als Ort moralischer Verhandlung, historischer Schuld undgesellschaftlicher Verantwortung.

Über Soundlandschaften, die über Kopfhörer zu hören sind und unterschiedliche mediale Ebenen entsteht für jede Besucherin und jeden Besucher eine Wahrnehmungssituation. DER RAUM DES UNBEHAGENS versteht sich damit weniger als Ausstellung im klassischen Sinn denn als Erfahrungsraum, der zur Selbstbefragung und zur kritischen Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Macht- und Weltbildern einlädt.


Am Sonntag, den 15. Februar findet um 15:30 Uhr ein Gespräch zwischen dem stellvertretenden Chefredakteur der Kunstzeitschrift Monopol, Sebastian Frenzel, und Julian
Kirschler, statt.

  • Der Eintritt zum Talk und der Ausstellung ist durchgehend ist frei.
Julian Kirschler lebt und arbeitet in Pforzheim, Berlin und Schwarzenberg im Bregenzerwald. Seine Arbeiten beschäftigen sich seit vielen Jahren mit gesellschaftlichen Transformationsprozessen und der Fragilität demokratischer Systeme.



Zusätzliche Informationen
Ort: Galiäakirche, Rigaerstr. 9, 10247 Berlin-Friedrichshain

Öffnungszeiten
Mo–Fr:, 16–21 Uhr
Sa+So, 12–19 Uhr


Termine
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