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Die andere deutsche Kunst der 1930er-Jahre

Die mit Autor Florian Illies entstandene Ausstellung lenkt die Aufmerksamkeit auf jene Künstler:innen, die wie Willi Baumeister, Hannah Höch oder Alexej von Jawlenksy trotz künstlerischer Diffamierung und Ausstellungsverboten in den 1930er-Jahren ihre nichtgegenständliche Arbeit im nationalsozialistischen Deutschland fortsetzten oder neu entwickelten.


Die Ästhetik der 1930er- und 40er-Jahre in Deutschland wird in der öffentlichen Wahrnehmung dominiert vom Kampf des NS-Staates gegen die „Entartete Kunst“. Unter dem Begriff subsummierten die Nationalsozialisten nahezu die gesamte künstlerische Avantgarde des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts, die ihren ideologischen Vorstellungen einer arischdeutschen, naturalistischen Kunst nicht entsprachen.

Wer es Mitte der 1930er-Jahre in Deutschland wagte, gegen die Doktrin der ästhetischen Gleichschaltung rein abstrakt zu arbeiten, dem drohten Konsequenzen, wie Ausstellungsverbot oder Ausschluss aus öffentlichen Ämtern.

Aufgrund der politischen Restriktionen verharmlosten zahlreiche Kunstschaffende ihre Kunstproduktion, stellten sie ein, oder schützten sich und ihre Arbeit durch die Flucht ins Exil. Trotzdem endete die deutsche Moderne nicht 1933 – sie ging im Verborgenen weiter.

Anhand ausgewählter künstlerischer Positionen wird die Vielfalt von Abstraktion in Deutschlands während des Nationalsozialismus vorgestellt: sie war eskapistisch, verspielt, archaisch, konkret und anarchisch. Angefangen von den mythisch abstrakten Arbeiten Willi Baumeisters oder Fritz Winters, über die die ungegenständlichen Collagen eines Kurt Schwitters oder Hannah Höch hin zu den geometrischen Konstruktionen von Vordemberge-Gildewart oder dem Dresdner Hermann Glöckner eröffnet sich eine große Varianz an abstrakten Ausdrucksformen während der NS-Zeit in Deutschland. Neben diesen bekannten Namen finden in der Ausstellung auch künstlerische Positionen eine Berücksichtigung, die bisher kaum ein Begriff sind. So werden u.a. die konstruktiven Zeichnungen von Ella Bergmann-Michel, die fotografischen Experimente einer Martha Hoepffner oder die textilen Entwürfe Woty Werners zu sehen sein.


Die Ausstellung wird kuratiert von Maike Steinkamp, Kuratorin an der Neuen Nationalgalerie, mit dem Autor Florian Illies.





Zusätzliche Informationen
Neue Nationalgalerie - Öffnungszeiten:  
Mo geschlossen
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Mi 10:00 - 20:00 Uhr
Do 10:00 - 20:00 Uhr
Fr 10:00 - 20:00 Uhr
Sa 10:00 - 20:00 Uhr
So 10:00 - 20:00 Uhr
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