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Akademie der Künste

Plattform für Kunst und Kultur in alter Tradition

„Die Akademie der Künste dient der Förderung der Künste“, heißt es in der Satzung der Akademie. Wer hier Mitglied ist, hat auch in der Kunst einen Namen. Max Liebermann, Bertolt Brecht oder Käthe Kollwitz – sie alle gehören dazu. Sechs Kunst-Sektionen sind vertreten: Bildende Kunst und Baukunst, Musik und Literatur, Darstellende Kunst sowie Film- und Medienkunst. Zu allen Sektionen gibt es wechselnde Ausstellungen, Vorträge und Konzerte. Zum Beispiel steht im Jahr 2015 Schriftsteller Arno Schmidt im Fokus, 2016 ist „Kinder im Exil“ ein Thema. Sie finden die Akademie der Künste an zwei Standorten: einmal im modernen Glasbau direkt am Brandenburger Tor und einmal im Hanseatenweg, einem Gebäudekomplex aus den 1960ern.

Die Akademie: über 300 Jahre Tradition

1696 gründet Kurfürst Friedrich III. die Akademie der Künste. Wie die Vorbilder in Paris und Rom soll die Künstlergemeinschaft beraten und repräsentieren. Nach und nach kommen Sektionen hinzu, entstehen die zugehörigen Hochschulen. Wechselnde Präsidenten von Max Liebermann über Günter Grass bis hin zu Jeanine Meerapfel prägen die Akademie. Der Nationalsozialismus schränkt ihre liberalen Werte stark ein, Mitglieder wie Käthe Kollwitz müssen austreten. In den 1950ern erfolgt dann die Neugründung, zuerst getrennt in Ost und West. Seit 1993 ist die Akademie der Künste wieder vereint. Heute gehört sie als Körperschaft des öffentlichen Rechts zur Bundesrepublik. Sie repräsentiert Deutschland in puncto Kunst, fördert ihre Urheber und pflegt das kulturelle Erbe. Der Hauptsitz empfängt Sie am Pariser Platz in einem modernen Glasbau aus dem Jahr 2005 mit hellen, offenen Etagen, vielen Treppen und gläsernen Elementen. Hier finden die meisten Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Die Sektionen präsentieren sich den Akademie-Besuchern in Dichtergesprächen und Lesungen, innovativen Streichkonzerten oder Kunst-Performances. In den Akademie-Dialogen diskutiert der Präsident mit Künstlern über Tendenzen in der Kunst. Diese Tradition besteht schon seit gut 200 Jahren. Das Gebäude-Ensemble am Hanseatenweg stammt aus den 60ern. Architekturmerkmale sind grauer Beton, roter Backstein, dazu Schieferplatten und dunkles Kiefernholz: sehr markant und in deutlichem Kontrast zur Leichtigkeit des Neubaus. Hier finden Sie neben Ausstellungsräumen das Studio für Elektroakustische Musik. Außerdem die Junge Akademie mit Ateliers für Stipendiaten.

Das gibt es zu sehen

  • Henry Moores Skulptur „Die Liegende“ vor dem Haupteingang am Hanseatenweg
  • Glasbalkon am Pariser Platz mit Blick auf das Brandenburger Tor
  • „Kunstpreis Berlin“, jährliche Verleihung in allen sechs Sparten
  • Publikation „Journal der Künste“, viermal im Jahr, kostenlos erhältlich
  • im Wechsel: Filmvorstellungen, Gespräche, Performances, Ausstellungen und Konzerte

Ausstellungen in der Nähe

Der Bundestag hat mit der Artothek seine eigene Kunstsammlung – über 4.000 Werke gibt es dort, zum Beispiel von Joseph Beuys oder Jenny Holzer. Die Ausstellungen wechseln. Auch das Tschechische Zentrum hat eine Galerie: Im Fokus steht zeitgenössische bildende Kunst und Fotografie. Das Liebermann-Haus mit wechselnden Kunstausstellungen finden Sie am Brandenburger Tor. Hier wohnt einst der berühmte Künstler, den Sie schon als Präsidenten der Akademie der Künste kennengelernt haben. Im Daimler Contemporary am Potsdamer Platz ist wechselnd die Daimler-Kunstsammlung ausgestellt. Der Fokus liegt auf Abstraktion und Minimalismus des 20. Jahrhunderts. Der Martin-Gropius-Bau ist dank seines Renaissance-Stils ein Kunstwerk für sich. Im Inneren erwarten Sie herausragende internationale Ausstellungen.

Tipps für Ihren Besuch in der Akademie der Künste

Die Akademie der Künste am Standort Pariser Platz erreichen Sie ganz einfach mit der S-Bahn (S1, S2) oder der U-Bahn (U55) bis zur Station Brandenburger Tor. Zum Hanseatenweg kommen Sie über die U-Bahn-Station Hansaplatz (U9) oder die S-Bahn-Haltestelle Bellevue (S5, S7). Von dort sind es wenige Minuten zu Fuß. Beide Standorte haben täglich geöffnet, die Veranstaltungen sind programmabhängig geöffnet.

 

Öffnungszeiten

Montag 10:00 – 20:00
Dienstag 10:00 – 20:00
Mittwoch 10:00 – 20:00
Donnerstag 10:00 – 20:00
Freitag 10:00 – 20:00
Samstag 10:00 – 20:00
Sonntag 10:00 – 20:00

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