Dabei legt es ein besonderes Augenmerk auf die Verbindungslinien zwischen Intellektuellen in New York und ihren frankophonen Kolleg:innen in Paris. Edwards postuliert, dass Diaspora weniger ein historischer Zustand als vielmehr eine Reihe von Praktiken ist: die Ansprüche, Auseinandersetzungen und gemeinschaftlichen Produktionen, durch die Schwarze Intellektuelle eine Vielzahl internationaler Bündnisse schaffen. Edwards beleuchtet die Funktionsweise der Diaspora, indem er die Entwicklung des reichhaltigen transnationalen Schwarzen Fundus von Druckerzeugnissen während der Zwischenkriegszeit nachvollzieht und die Verbindungen und den Austausch zwischen in New York ansässigen Publikationen und Pariser Zeitschriften untersucht. Anhand der Auswertung eines bemerkenswert vielfältigen Archivs setzt sich The Practice of Diaspora mit den bisweilen grundunterschiedlichen Arten auseinander, wie race jenseits aller nationalen Grenzen und sprachlichen Differenzen konstruiert wurde.
Edwards’ Keynote-Vortrag reflektiert die Dynamik und den Einfluss des Salons der Nardal-Schwestern, wobei der Schwerpunkt auf dessen Funktion als Ort der Begegnung für Menschen aus der Diaspora und der interkulturellen Vermittlung liegt. Über zeitgenössische Formen des salooning, die sich ständig mit Fragen von race und Klassenzugehörigkeit auseinandersetzen müssen, denkt Edwards gemeinsam mit den Forscherinnen und Community-Organisatorinnen Maisha-Maureen Auma und Sónia Vaz Borges nach.
Moderiert wird das Gespräch von Eric Otieno Sumba, Redakteur und Kurator für Publikationspraktiken am HKW.
- Auf Englisch mit Simultanübersetzung ins Französische und Deutsche sowie Live-Übertitelung auf Englisch
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