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Die Gründerväter der Négritude sind wohlbekannt: Aimé Césaire, Léopold Sédar Senghor, Léon Damas. Doch hätte es diese Bewegung ohne die Nardals überhaupt gegeben? Nur selten haben die Männer den Einfluss der Schwestern Paulette, Jane und Andrée Nardal erwähnt, obwohl sie zentrale Figuren des intellektuellen Schwarzen Lebens im Paris der 1920er-Jahre waren und Theorien zum Schwarzen Bewusstsein und dessen Erwachen entwickelten.


Im Film Les Sœurs Nardal, les oubliées de la Négritude (Die Schwestern Nardal, die Vergessenen der Négritude, 2022) beleuchten Léa Mormin-Chauvac und Marie-Christine Gambart ihre Vorreiterrolle bei der Schaffung der Grundlagen eines Schwarzes Bewusstseins und der Négritude-Bewegung. Im Film sowie in dem im Jahr 2024 erschienenen Buch Les sœurs Nardal: À l'avant-garde de la cause noire (Die Nardal-Schwestern: An der Spitze des Schwarzen Befreiungskampfes) zeichnet Mormin-Chauvac ihre Lebenswege nach, von Fort-de-France nach Paris sowie nach England und in die USA – wo Paulette als Delegierte bei den Vereinten Nationen tätig war. Beide Werke tragen dazu bei, das feministische und antirassistische Engagement der Schwestern zu würdigen.


  • Les Sœurs Nardal, les oubliées de la Négritude (Die Schwestern Nardal, die Vergessenen der Négritude)
  • Regie: Léa Mormin-Chauvac und Marie-Christine Gambart, 2022, Frankreich, 52', in englischer Sprache.

  • Gespräch auf Französisch mit Simultanübersetzung ins Englische, Deutsche und Französische sowie Live-Übertitelung auf Englisch
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