Was uns Trash-TV über die menschliche Psyche verrät
Über die beziehungsverwüstenden Männer, die in den Poolvillen, Containerwohnungen und Sommerhäusern des Reality-TV ihre bemerkenswerten Vorstellungen von Liebe, Respekt und zwischenmenschlichem Umgang ausleben, ist inzwischen viel gesprochen worden. Nicht zuletzt von ihnen selbst. Doch auch diese partnerschaftlichen Abrissbirnen können nicht ewig sämtliche Sendezeit für sich beanspruchen. Schließlich ist das psychologische Anschauungsmaterial, das uns Reality-TV liefert, zum Glück erheblich vielfältiger als die Abteilung „Männer, vor denen man uns hätte warnen müssen“.
Warum werden aus flüchtigen Bekanntschaften innerhalb weniger Tage Freundschaften für die Ewigkeit, die dann keine drei Nominierungsrunden überstehen? Wie kommt es, dass sich ganze Gruppen gegen einzelne Menschen verbünden, selbst wenn niemand so genau erklären kann, was sie eigentlich genau verbrochen haben? Warum können Menschen so schlecht zugeben, dass sie sich in jemandem getäuscht haben? Und weshalb sind sie beim Zuschauen so überzeugt davon, dass sie selbst natürlich jederzeit souverän, gerecht und vollständig unbeeinflussbar handeln würden?
Gemeinsam mit Psychologin Dr. Dinah Gutermuth erkundet Anja Rützel die überraschenden Erkenntnisse, die sich aus dem vermeintlich anspruchslosesten Fernsehgenre gewinnen lassen.
Zusätzliche Informationen
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