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Was, wenn der Osten nicht das Problem ist, sondern die Lösung? Charlotte Misselwitz, Tochter von DDR-Oppositionellen, beschreibt die »Stolpermomente« von Menschen, die im »real existierenden Sozialismus« lebten und aufwuchsen, ihre etwas andere Sicht auf westlich geprägte Gegenwartsdis-kurse.


Misselwitz zeigt: Was als reaktionär abgetan wird, entpuppt sich häufig als Teil eines progressiven Erbes – sei es eine andere Perspektive auf Gleichberechtigung, Krieg, Kollektivismus oder Freiheit. Ein Erbe, das nicht nur den Ostdeutschen gehört, sondern allen »Flüchtlingen aus einer sozialistischen Vergangenheit« weltweit – und allen, die von einer gerechteren Zukunft träumen.


Charlotte Misselwitz ist in Ost-Berlin geboren und zwischen DDR-Oppositionellen und kommunistischen Juden aufgewachsen. Sie studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Berlin und Chicago, hat längere Zeit in Russland und Israel gelebt und promovierte 2020 über Stereotypisierungen des Muslimischen in deutschen und israelischen Medien.

Die Publizistin und Medienwissenschaftlerin schreibt essayistisch u. a. für die taz, die Berliner Zeitung und den Deutschlandfunk.


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