Eine herausragende Persönlichkeit war Heinrich Schütz, der von verschiedenen Fürsten gefördert wurde und seine Fähigkeiten entwickeln durfte. Johann Crüger hingegen litt in der kurfürstlichen Residenz Berlin unter der kulturellen Enge des reformierten Kurfürstenhauses. Welches Potenzial Crüger hätte entwickeln können zeigt sich bei seinen „Acht deutschen Magnificats“, die 1626 von ihm in den Druck gegeben wurden.
Doppelchörig, achtstimmig, im Wechsel mit konzertanten Sätzen öffnet hier Crüger einen Weg, dessen weitere Beschreitung ihm nicht ermöglicht wurde.
In seinem Konzert am 04.12.2026 stellt Berlin Baroque zusammen mit sechs Gesangssolisten, den Cantores minores und dem Monteverdi-Chor Berlin zwei unbekannte Magnificats von Crüger vor.
Abwechselnd erklingen die beiden großen Werke mit Sätzen aus den „Symphoniae sacrae III“ von Heinrich Schütz.
Besetzung
- Berliner Figuralchor
- Marie Luise Werneburg, Sopran | Magdalena Podkocielna, Sopran |
- Sophia Faltas, Mezzo-Sopran | Tobias Hunger, Tenor |
- Sebastian Myrus, Bass |Matthias Lutze, Bass
- Monteverdi-Chor Berlin | Cantores minores | Berlin Baroque
- Gerhard Oppelt, Leitung
Der Monteverdi-Chor Berlin und die Cantores minores Berlin haben ihren Schwerpunkt in der Aufführung der Musik des 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Die Chöre arbeiten konsequent mit den musikalischen Mitteln des 17. Jahrhunderts in Hinsicht auf Artikulation, historischer Intonation und Dynamik. Zusammen mit dem Ensemble Berlin Baroque – aufbauend auf der expressiven Basso-Continuo-Gruppe mit Orgel, Regal, Cembalo, Laute, Violoncello, Dulzian und Zinken, Posaunen, Gamben, Schlagwerk und Violinen besetzt – entsteht so ein Klang, der mit der verwendeten historischen, ungleichschwebenden Stimmung für ein differenziertes Klangbild sorgt.
Zusätzliche Informationen
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