Laura Kassé und Bahar Meric, die in den letzten Jahren in ganz unterschiedlichen Projekten (Bahar 2015, Laura 2023) im ada Studio zu Gast zu Gast waren, zeigen die performative Installation (M)Otherhood. Sie entwickeln gemeinsam mit einer Video- und einer Soundkünstlerin einen Raum, in dem sich Bewegung, visuelle Ebenen und Klang zu einer vielschichtigen, begehbaren Erfahrung verdichten.
Inhaltlich führen Bahar und Laura ihre individuellen Recherchen zum Thema Mutterschaft zusammen. (M)Otherhood untersucht Mutterschaft nicht als Ort von Fürsorge, sondern als konflikthaften Raum, in dem sich Generationen, Körper und widersprüchliche Erwartungen überlagern. Im Mittelpunkt steht die Frage: Was geben Mütter an ihre Kinder weiter – und was wollen Töchter anders machen? Welche Verhaltensweisen, Gefühle oder Muster bleiben im Körper, und wo entstehen Brüche und neue Wege?
Die Arbeit bringt unterschiedliche Perspektiven auf Mutterschaft zusammen, geprägt durch verschiedene biografische Hintergründe, Erfahrungen von Zugehörigkeit sowie gesellschaftliche Wahrnehmung. Im besonderen sind darin die diasporische Perspektive und Erfahrungen als Mutter mit schwarzen Kindern verankert.
(M)Otherhood versteht Mutterschaft als einen dynamischen Prozess – geprägt von Nähe und Distanz, Wiederholung und Veränderung sowie dem Spannungsfeld zwischen Weitergabe und Abgrenzung.
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