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Eine Seele, die explodiert. Liebende zwischen Geschichte und Vergessen. Ein kompliziertes Wir. Im Wechsel von Lesung und Gespräch erkunden die Autorinnen drei literarische Perspektiven, die von tiefen Verwundungen erzählen und zugleich poetische Momente von Schönheit, Gemeinschaft und Liebe in sich tragen.


In ihrem Roman »Heimgehen« (2026) erforscht Elke Cremer die Verletzlichkeit der Menschen. Feinsinnig entwirft sie ein flirrendes Mosaik, ein Sittenbild der auseinanderdriftenden und zugleich eng vernetzten Gesellschaft. Ingeborg Robles stimmt mit ihrem Roman-Manuskript »Grell« ein Klagelied Liebender an, voller Sehnsucht nach einem Europa, in dem das Andere gewürdigt wird. Lena Tietgen geht in ihrem neuen Erzählband »Über Bande« (2026) auf poetische Spurensuche nach dem, wer sie sind, wenn sie sagen und hinterfragt die Wiederkehr faschistischer Phantasmen.


Elke Cremer studierte Literatur- und Musikwissenschaft und lebt als freischaffende Autorin in Berlin. Sie erhielt diverse Preise und Stipendien, u.a. das Literatur-Jahresstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Bisher zahlreiche Lyrikbände, u. a. »Aufriss ohne Häuser« (2022) und »Die Brailleschrift der Birken« (2026). In den Jahren 2017, 2022 und 2023 erhielt Elke Cremer den Deutschen Hörfilmpreis. 2026 veröffentlichte sie ihr Romandebüt »Heimgehen« im.


Lena Tietgen hat Erziehungswissenschaft, Philosophie und Literatur studiert und unter anderem als Metallografin, Pädagogin und Bildungsjournalistin in Hamburg, Vejle/Dänemark und Berlin gearbeitet. Heute lebt sie als Schriftstellerin in Flensburg. 2020 erhielt sie das Berliner Sonderstipendium, 2023 folgte der Kurzgeschichtenband »Unruh« und 2026 die Erzählsammlung »Über Bande«.


Ingeborg Robles wuchs im Kontakt mit zwei großen Flüssen auf, dem Guadalquivir in Sevilla und dem Rhein in Bonn. Sie erlangte einen Master in Europäischer Literatur und promovierte über Thomas Mann. Ihr Gedichtband »Auriculares para Ulises« wurde 2021 veröffentlicht und war Finalist des Internationalen Vicente-Huidobro-Poesiepreises. Sie ist Mitbegründerin und Kuratorin des zweisprachigen Salón Berlinés. 2026 erschien ihr Gedichtband »El movimiento corto de las piernas (siempre dos) / Die kurze Bewegung der Beine (immer zwei)«, zusammen mit Martha Gantier.

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