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Performance von Cristina Flores Pescorán

Wie heilt der menschliche Körper? Was bedeutet es, wenn der Körper aufblüht? Wie lassen sich Krankheit, Behandlung und Genesung neu betrachten?


Inspiriert von den Heilungsritualen Nordperus, der Heimat ihrer Familie, präsentiert Cristina Flores Pescorán einen textilen Raum, in dem sie eine kollektive Zeremonie inszeniert, um den menschlichen Körper mit dem gewebten Stoff zu verbinden.

Stoffe, Heilkräuter, selbstgebaute Webstühle und die Geste des Webens vereinen sich, um die Körperwahrnehmung zu erweitern und einen Raum für Heilung zu öffnen.


Indem sie die medizinische Gaze, die ihren Körper während ihrer Chemotherapie gegen Hautkrebs umhüllte, in einen Altar verwandelt, findet Flores Pescorán Wege, ihren Heilungsprozess durch die Netzwebtechnik der Chancay-Gaze ​​neu zu gestalten. Die Technik hat ihren Ursprung in der präinkaischen Chancay-Kultur, die sich zwischen 1200 und 1470 an der peruanischen Zentralküste entwickelte.


Indem sie das Textil als Erweiterung des menschlichen Körpers betrachtet, lädt Flores Pescorán die Zuschauer zu einer Praxis der kollektiven Heilung ein, indem sie die Webstruktur öffnet, um sie zu erweitern und neu zu gestalten. Die Teilnehmer sind eingeladen, die Geschichten zu spüren, die in jedem Knoten und Faden verborgen liegen, während sie diese entwirren und weben.

Gefärbt mit dem violetten Mais, der traditionell zur Zubereitung des nicht fermentierten Getränks Chicha Morada verwendet wird, verbindet der Stoff uralte Erinnerungen an Feste und animistische Kulturen mit vergessenem Wissen über entzündungshemmende und antioxidative Praktiken.


  • Teil von „L is for the Way You Look at Me II“


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