Im Mittelpunkt steht Dora Bleus Spoken-Word-Poesie – präzise und unmittelbar –, die nicht bloß als roter Faden fungiert, sondern als eigenständige klangliche und semantische Ebene. Es entsteht eine musikalische Struktur, die weder illustriert noch begleitet, sondern auf Augenhöhe mit dem Text agiert. Geräusche und Puls, Fragmente und Stille treten in einen offenen Dialog mit Stimme und Bedeutung.
Doras sparsames, spannungsgeladenes Gitarrenspiel und ihr ausdrucksstarker Gesang erforschen Intimität als Quelle der Erneuerung für kapitalistische Demokratien, die zunehmend in bewaffnete Konflikte verwickelt und durch kommerzialisierte Überwachungstechnologie untergraben werden. Ihre Poesie bewegt sich zwischen tonal und atonal, wechselt zwischen Stille, verbogenen Tönen und gebrochener Erzählzeit.
Zone Nulls bereichert ihr gemeinsames Terrain mit ihrer Sonic Fiction, die von Musique Concrète über zeitgenössische Komposition, experimentelle Improvisation und elektronischen Klänge bis hin zu Post-Punk und Avantgarde-Rock reicht.
Ihre Performance ist ein Prozess in Echtzeit: die Komposition entsteht im Moment ihres Erklingens. Entscheidungen werden hörbar, Übergänge bleiben durchlässig, und das Unvorhersehbare wird zum konstitutiven Element. So entsteht ein Raum, in dem sich Sprache materialisiert und Klang
Bedeutung trägt – jenseits klarer Hierarchien oder festgelegter Rollen.
- Tony Elieh – e-bass, elektronik
- Burkhard Beins – e-bass, elektronik
- Dora Bleu – stimme, gitarre
Zusätzliche Informationen
Informationen zur Barrierefreiheit
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