von Lori Brückner und Natalja Starosta
Um die weitestgehend unerforschte Superwaffe zu verstehen, startet in der Folge eine Suche nach abgelegenen Orten für Tests auf der ganzen Welt: Dort werden Wunden gerissen, die Natur verstrahlt und indigene Populationen vertrieben. Nur zwei Jahrzehnte später ist atomare Niederschlag weltweit nachzumessen.
Unter dem Codenamen Sundial diskutieren US-Wissenschaftler und Militärs im Rüstungswettstreit um die größte Abschreckung eine Bombe, die mit nur einer Explosion den ganzen Planeten auslöschen könnte.
Ein Ensemble aus vier Spielerinnen begibt sich auf eine dokumentarische Suche, dringt in das Archiv des atomaren Zeitalters ein und gerät in einen taumelnden Sog der Erinnerung.
Sie verweben Dokumente der US-Geheimdienste, die bislang kaum bekannt sind, zu einer Geschichte der Aufrüstung.
Mit spielerischer Intensität, Witz und Choreographie zeichnen sie entscheidende Momente des nuklearen Wettrüstens und die Bereitschaft der atomaren Machthaber zur Gewalt nach. Die Geschichte des atomaren Wahns ist noch nicht auserzählt - aktuell drohen die USA mit neuen atomaren Waffentests, Russland führt neue Interkontinentalraketen vor und Europa plant einen eigenen Atomschutzschirm. Das Theaterstück sichert die Spuren jener Zeit, in der der Mensch die Zerstörung seiner Welt erfand.
Zusätzliche Informationen
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