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Anna-Eva Bergman (1909–1987) zählt zu den bedeutenden norwegischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Mit einer Überblicksausstellung ihrer Arbeiten von 1930 bis 1970 widmet die Berlinische Galerie ihrem Werk nun erstmals in Deutschland eine umfassende Präsentation.

Rund 40 Gemälde und Grafiken zeichnen die Entwicklung einer Künstlerin nach, die mit großer Konsequenz eine unverwechselbare Bildsprache fand.

Die Ausstellung folgt den zentralen Stationen ihres Schaffens: von frühen humorvollen Illustrationen und sozialkritischen Zeichnungen bis zu den großformatigen abstrakten Landschaften, mit denen Bergman ab den späten 1950er Jahren internationale Anerkennung erlangte. Werke von Anna-Eva Bergman waren unter anderem auf der documenta II in Kassel und der Biennale von São Paulo zu sehen. Die karge Natur Norwegens wurde für sie zum Ausgangspunkt einer zunehmenden Abstraktion. In ihren späteren Arbeiten rücken die Wirkung von Struktur, Komposition und Farbe in den Vordergrund. Der Einsatz von Blattmetall verleiht vielen ihrer Gemälde eine besondere atmosphärische Strahlkraft.

Besonders in den Jahren 1946 bis 1952 entwickelte Bergman ihre künstlerische Position mit experimenteller Kraft neu. Auch Berlin ist in dieser Zeit Teil ihrer Biografie: 1952 reiste sie nach West-Berlin, stellte hier ihre neuesten Werke aus, besuchte den Kunstkritiker Will Grohmann (1887–1968) und knüpfte Kontakte zu aufstrebenden westdeutschen Künstler:innen.

Die Ausstellung entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Fondation Hartung Bergman in Antibes. In der Tradition des Verborgenen Museums rückt die Berlinische Galerie damit ein Werk einer Künstlerin in den Fokus, das in Deutschland bislang nur wenig bekannt ist.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Laila Stenseng, Botschafterin des Königreichs Norwegen in Deutschland.

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Zusätzliche Informationen

Öffnungszeiten

  • Mi – Mo 10 – 18 Uhr
  • Dienstags geschlossen

Informationen zur Barrierefreiheit

Barrierefreiheit

Die Berlinische Galerie ist weitgehend barrierefrei und für Besucher:innen mit eingeschränkter Mobilität gut zugänglich.

Der stufenlose Eingang sowie alle Ausstellungs- und Veranstaltungsräume, das Café und die barrierefreie Toilette sind mit dem Rollstuhl erreichbar. Ein rollstuhlgerechter Aufzug verbindet das Erdgeschoss mit den Ausstellungsräumen im 1. Obergeschoss. Die meisten Exponate und Ausstellungstexte sind auch im Sitzen gut sichtbar und lesbar.

Kostenfreie Rollstühle und Klapphocker können an der Garderobe ausgeliehen werden. Assistenz- und Blindenführhunde sind willkommen. Ausstellungstexte liegen zudem in Großdruck vor.

Ein taktiles Bodenleitsystem unterstützt die Orientierung im Museum. Ergänzend stehen ein kostenfreier Mediaguide in deutscher und englischer Sprache sowie sieben Tastmodelle ausgewählter Kunstwerke zur Verfügung. Alle Mediaguide-Inhalte sind auch als Text abrufbar.

Regelmäßig werden Führungen und Kunstgespräche in beziehungsweise mit Deutscher Gebärdensprache (DGS) angeboten. Informationen in Einfacher und Leichter Sprache sind ebenfalls verfügbar.

Die Berlinische Galerie wurde 2026 im Rahmen der Initiative „Reisen für Alle“ mit dem Zertifikat „Barrierefreiheit geprüft“ ausgezeichnet.

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