vom Arme-Leute-Viertel zum beliebten Nachbarschaftskiez
Um 1880 entstand auf Feldern inmitten von Bahngleisen südlich von Berlin, neben der Stadt Schöneberg, die „Rote Insel“. Hier wurde in einer Kokerei Gas hergestellt und dieses dann bald auch in mehreren Gasometern gespeichert. Nebenan wurde in einer Verbrennungsanlage der Müll verbrannt; das Militär unterhielt hier einen Militärbahnhof und Soldaten trainierten auf einem Pioniergelände. Wer hier wohnte, hatte nicht viel Geld.
Seit der Jahrtausendwende entwickelt sich der abgehängte Stadtteil zu einem vielfältigen und interessanten Nachbarschafts-Kiez. Ganz in der Nähe entstand der große Bahnhof Südkreuz.
Ein privater Eigentümer kauft und entwickelt das Gelände rund um den ehemaligen Gasometer zum EUREF-Campus mit 6.000 Arbeitsplätzen und der städtische Gasversorger kommt mit seiner Zentrale hierher. Autoschrauber-Buden weichen einem neuen Park. Auf dem ehemaligen Pioniergelände entstehen Boule-Plätze, Beachball-Plätze und Gastronomie. In dem Neubaugebiet Schöneberger Linse werden einige Grundstücke bevorzugt an umweltverträgliche und soziale Projekte vergeben. So kann es laufen, wenn sich der Bezirk, städtische Versorger, Investoren sowie Bürger und Bürger-Initiativen in einem Stadtteil engagieren.
Auf der Tour lernen sie den Stadtteil kennen und hören auch von berühmten Bewohnern: Marlene Dietrich, Hildegard Knef, Hans Baluschek, Heinrich Naumann, Annedore und Julius Leber.
Zusätzliche Informationen
Treffpunkt ist vor der Bioinsel Naturkost GbR, Leberstraße 2.
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