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Vorträge und Diskussion

Vor 90 Jahren, im Sommer 1936, begann die SS in Oranien­burg mit dem Aufbau des Konzentrationslagers Sachsenhausen, das sich bis 1945 zu einem der größten Lagerkom­plexe im Deutschen Reich entwickelte.

Im Juli 1936 trafen die ersten 50 Häftlinge aus dem Konzentrationslager Ester­wegen in Oranienburg ein, wo sie unter Zwang zum Aufbau des neuen Lagers Sachsenhausen herangezogen wurden. Am 5. September 1936 erfolgte die offizielle Inbetrieb­nahme des Konzentrationslagers Sachsenhausen, das fortan eine zentrale Stellung im System der nationalsozialistischen Konzentrationslager einnahm.

Durch die Auflösung anderer Konzentrationslager und der Verlegung ihrer Insassen stieg die Zahl der Häftlinge bereits Anfang 1937 auf über 1.600 an. Unter schwersten Bedingungen errichteten diese einen weitläufigen Lagerkomplex, der neben dem eigentlichen Häftlingslager auch SS-Truppenbereiche, Wohnsiedlungen sowie zahlreiche infrastrukturelle und wirtschaftliche Ein­richtungen umfasste.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 wurden mehr als 200.000 Menschen aus zahlreichen europäischen Ländern im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert. Mehr als 50.000 von ihnen über­lebten die Haft nicht.

PROGRAMM

Begrüßung: Dr. Andrea Riedle, Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors

Podium:

  • Dr. Andrea Kaltofen, ehemalige Leiterin der Gedenkstätte Esterwegen
  • Dr. Astrid Ley, Vorsitzende der Ständigen Konferenz (2026) und Leiterin von Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
  • Prof. Dr. Johannes Tuchel, ehemaliger Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
  • Moderation: Prof. Dr. Günter Morsch, ehemaliger Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Zusätzliche Informationen
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