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Improvisierte Musik und Talks von DIY-Event-Organisierende

Dass die Macher:innen hinter Berlins DIY Konzertszene selber musikalisch aktiv sind, ist keine Ausnahme, sondern die Regel. Sie alle verbindet Enthusiasmus und der Wille, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.

Strukturen zu stärken und Kultur zu gestalten, und dies für gewöhnlich unter sehr prekären Bedingungen. Die Konzertreihe Frictive Frequencies macht nun einige der meist im Hintergrund tätigen kulturellen Aktivist:innen sichtbar.

Sie alle haben mit den Jahren als Künstler:innen bemerkenswerte Ausdrucksformen entwickelt, sich aber nicht selten zugunsten ihrer veranstalterischen Tätigkeit zurück genommen. Frictive Frequencies stellt nun die künstlerische Seite der Organisator:innen nach vorne und gibt damit dieser Szene etwas zurück.

Die Reihe versteht sich nicht nur als Forum für improvisierte Musik, sondern auch als Ort für Kommunikation und den Austausch über DIY Praktiken. Die eingeladenen Gäste präsentieren ihre jeweils eigenen Klangsprachen und teilen in kurzen talks ihre Erfahrungen in künstlerischer und organisatorischer Praxis.

Die Komponistin, Cellistin und Sängerin Munsha arbeitet installativ, multimedial und in Zusammenhängen von Theater und Videokunst. Während ihrer Hochschulausbildung war sie aktives Mitglied einer lebendigen Punk und Rock Szene. Dieser akademische und gleichzeitig praktische Hintergrund prägt ihre künstlerische und kuratorische Praxis bis heute. In Munshas Musik koexistieren rhythmische Energie und unkonventionelle Harmonik, konkretes Geräusch und Melodie. Die Bandbreite ihrer Arbeiten reicht von Noise- und Dronemusik über abstrakte Soundscapes bis hin zu Elektronik und Songwriting.

Mit Hingabe widmet sich die italienische Musikerin und Kuratorin DuChamp den Drones. Für sie sind stehende Flächen aus Ton oder Geräusch eine Musik der Geborgenheit und eng verknüpft mit Kindheitserinnerungen. Feste Bestandteile ihrer musikalischen Arbeiten sind Feldaufnahmen, die stets einen Bezug haben zu ihrer persönlichen Biographie. DuChamp organisiert die erfolgreiche Konzertreihe “Sunday Matinée” in Berlin.

Unter Verwendung von Kontaktmikrophonen entlockt Lun Ário zweckentfremdeten Musikinstrumenten und sonstigen Objekten Klänge von unmittelbarer Nähe. Diese Sounds, verbunden mit Feldaufnahmen und verfremdet durch Effekte, entwickeln sich zu vielschichtigen Texturen. Im Jahr 2018 organisierte Lun zusammen mit einem Team die Konzert- und Performancereihe „Strings Attached“. Seitdem tritt Lun Ário regelmäßig als veranstaltende Person von Performance- und Musikevents in Erscheinung.

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