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Maria Kallau

Maria Kallaus Werkserie Borderline bewegt sich entlang der fragilen Grenze zweier Gefühlszustände des Erwachsenwerdens: Verletzlichkeit und Aggression. Sie zeigt junge Menschen, die diese Grenze herausfordern.

Die dargestellten Gesten wirken spielerisch, tragen jedoch eine unterschwellige Bedrohung von Scham, Gewalt oder dem Bedürfnis nach Kontrolle in sich.

Adoleszenz erscheint hier als Zustand der Transformation, geprägt von erhöhter Sensibilität. Jedes Bild wird zum Fragment eines Lernprozesses: wie man berührt, sich fügt, sich entzieht oder Widerstand leistet.

Die Malereien fangen einen instabilen Moment ein, in dem Impuls und Konsequenz einander erst zu erkennen beginnen und Identität durch Experimentieren, Unsicherheit und emotionales Risiko noch geformt wird.

Ausgehend von fotografischen Vorlagen und einem intuitiven Malprozess entwickelt Kallau Szenen mit sanften Farbpaletten und subtilen visuellen Details. Sie stehen der psychologischen Schwere der dargestellten Motive gegenüber; Zärtlichkeit und Unbehagen rücken nah aneinander.

  • Vernissage: 6. Juni 2026, 16–20 Uhr
  • Öffnungszeiten: 7. Juni 2026, 12–16 Uhr
  • Ort: Werkschule, Stettiner Str. 63, 13357 Berlin

Termine
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