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Was geschieht, wenn ein Wort seinen Ton findet – oder ein Ton sein Wort?

*Word/Play* ist ein Abend für Live-Performances, der einen Wortkünstler, einen bildenden Künstler und einen Musiker auf einer Bühne zusammenbringt. Sprache, Bild und Klang begegnen sich im selben Raum – und die Musik wird zum roten Faden, der sie miteinander verbindet.

Der Abend entfaltet sich in drei Teilen. Zunächst präsentiert ein Trio, das bereits seit Wochen zusammenarbeitet, etwas, das nur in der gemeinsamen Interaktion dieser drei entstehen konnte. Anschließend trifft ein zweites Trio zum ersten Mal aufeinander – ohne Plan, ohne Partitur; es geht einzig um das Zuhören und Reagieren in Echtzeit. Den Abschluss des Abends bildet eine offene Einladung: Jeder im Raum ist willkommen, sich einzubringen – sei es mit der eigenen Stimme, einem Instrument oder einer Phrase.

Ein Gedicht besitzt ein Tempo. Ein Satz hat eine Tonhöhe. Eine Stimme ist ein Instrument. Hier gehört das Wort auf dieselbe Bühne wie der Ton.

*Word/Play* ist eine Sonderausgabe von *Parallel/Play* in Zusammenarbeit mit der Lettrétage Berlin.

Biografien der Künstler

Riikka Korpela (Kuratorin) besitzt einen BA in Bildender Kunst, in dem sie die Schwerpunkte Druckgrafik und Fotografie belegte. Parallel zu ihrer bildkünstlerischen Praxis fühlte sie sich stets zur Musik hingezogen – sie studierte Gesang und Klavier, arbeitete mit Musikern zusammen und war im Theaterbereich tätig. Ihre kreative Welt bewegte sich schon immer fließend zwischen den verschiedenen Disziplinen.

Als Künstlerin und Kuratorin hat sie zahlreiche Gemeinschaftsprojekte initiiert und entwickelt, die auf Dialog, Experiment und Live-Austausch basieren. Besonders fasziniert sie die Energie der Live-Begegnung; sie schafft Räume, in denen die Vorbereitung der Spontaneität Raum lässt – Momente, in denen zwischen den Künstlern in Echtzeit etwas Unerwartetes und Einmaliges geschehen kann.

Fragen der Transformation und der sich wandelnden Wahrnehmung ziehen sich wie ein roter Faden durch ihr künstlerisches wie auch ihr kuratorisches Schaffen.

Lavia Lin (Kuratorin) verfügt über einen BA in „Humanities, Arts and Social Thought“ (Geistes-, Kunst- und Sozialwissenschaften), in dessen Rahmen sie Kunst und Ästhetik, Philosophie sowie künstlerische Praxis studierte. Ihre Arbeit wurzelt in der Beziehung zwischen Musik und Bild – sie übersetzt auditive Erlebnisse in expressive, abstrakte Formen und schöpft dabei aus der Jazzimprovisation, rhythmischen Gesten sowie melodischen Farbflüssen.

Das Live-Painting bildet den Kern ihrer künstlerischen Praxis: visuelle Reaktionen in Echtzeit auf Klang, Rhythmus und Atmosphäre, entwickelt in Zusammenarbeit mit Musikern unterschiedlichster Genres. Seit 2017 arbeitet sie mit der italienischen Band Satoyama zusammen – unter anderem im Rahmen ihrer „Sinking Island“-Europatournee 2022, bei der Live-Malerei und Musik als Mittel dienten, um über den Klimawandel zu reflektieren. Parallel zu ihrer künstlerischen Praxis leitet sie Kreativ-Workshops zu den Themen Achtsamkeit und Kreativität.

Demi Anter ist eine preisgekrönte Autorin, Performerin und Moderatorin. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in den Publikationen *Magma*, *Banshee* und *The Times* (UK) veröffentlicht. Zu ihren ausgewählten Auftritten zählen Performances beim Glastonbury Festival (2019, 2022) sowie bei den *Loud Poets* und *Poetry Ireland*. Seit 2012 hat Demi ein Netzwerk an Workshops für Kreatives Schreiben und öffentliches Sprechen aufgebaut. Ihr Gedichtband *Small Machine* dokumentiert ihre ersten Jahre in Berlin (Write Bloody UK, 2022). Chanel Miller beschrieb das Werk als „bestechend strahlend und tröstlich“, Musa Okwonga als „sensibel, fesselnd und auf wunderschöne Weise verletzlich“.

IN ENGLISCHER SPRACHE

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