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Standortbestimmung und Perspektiven alltagskultureller Museen

Tagung anlässlich der Verabschiedung von Elisabeth Tietmeyer als Direktorin des Museums Europäischer Kulturen (MEK) – Staatliche Museen zu Berlin.

  • Do 4. – Fr 5. Juni 2026 // Forschungscampus Dahlem, Lansstr. 8, 14195 Berlin

In ihren Anfängen waren volkskundliche Museen und universitäre Disziplin eng miteinander verknüpft. Seitdem haben sie sich in verschiedene Richtungen entwickelt – aus den Volkskundemuseen wurden vielerorts Alltagskulturmuseen, aus der Volkskunde Europäische Ethnologie, Empirische Kulturwissenschaft oder Kulturanthropologie. In den letzten Jahrzehnten mussten sich die Alltagskulturmuseen ihren (disziplinären) Standpunkt und ihre gesellschaftliche Relevanz wiederholt neu erarbeiten.

Anlässlich der Pensionierung Elisabeth Tietmeyers als Direktorin des Museums Europäischer Kulturen nimmt die Veranstaltung die letzten Jahrzehnte in den Blick. Sie fragt nach den Veränderungen, parallelen oder gegenläufigen Entwicklungen beider Institutionen und dem Selbstverständnis der Alltagskulturmuseen heute. Sie diskutiert zentrale Konzepte, Themenfelder und Interessen alltagskultureller Museen der jüngeren Vergangenheit. In der Zusammenschau soll so eine Standortbestimmung alltagskultureller Museen ermöglicht werden.

Programm

Donnerstag, 4. Juni 2026

14:00 Uhr Ankunft und Eröffnung

Gero Dimter (Vizepräsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz)Jana Wittenzellner (Stellvertretende Direktorin, Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin)

15:00 Uhr

Neu benannt, neu gedacht? Disziplinäre Transformationen und museale Neuverortungen

Moderation: Jana Wittenzellner (Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin)

Wie europäisch? Reflexionen zur Europäisierung der Sammlungen am MEK

Magdalena Buchczyk (Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin)

Zarte Mutationen und Wandel ohne Namen. Das Volkskundemuseum in Wien

Magdalena Puchberger (Volkskundemuseum Wien)

Museumsarbeit im Umbruch. Ein persönlicher Rück- und Ausblick

Konrad Vanja (ehem. Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin)

17:00 Uhr Keynote: Kulturkampf, die Politisierung von Kultur und die Rolle kulturwissenschaftlichen Wissens

Markus Tauschek (Institut für Empirische Kulturwissenschaft, Universität Freiburg)

Freitag, 5. Juni 2026

09:00 Uhr

Vom Ding zum Objekt. Materielle Kultur und ihre Musealisierung Moderation: Matthias Thaden (Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin)

Venezianische Gondel oder Dönerspieß im Museum? Wie das materielle Kulturerbe (immer noch) polarisiert Nina Gorgus (Historisches Museum Frankfurt a.M.)

Wie Dinge zu Zeugen werden. Ist ihnen zu trauen? Hans-Peter Hahn (Institut für Ethnologie, Goethe-Universität, Frankfurt a.M.)

Material Encounters. Contemporary Art and the Reinterpretation of Ethnographic Objects

Zvjezdana Antoš (Ethnografisches Museum, Zagreb)

11:00 Uhr

Immaterielles Kulturerbe zwischen Praxis, Musealisierung und Identitätsstiftung

Moderation: Judith Schühle (Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin)

Partizipative, transformative und zukunftsorientierte Potentiale von immateriellem Kulturerbe in der Museumsarbeit

Gertraud Koch (Institut für Empirische Kulturwissenschaft, Universität Hamburg)

Materielles Erbe in immateriellen Kulturerbepraktiken. Zur Rolle von Museen für die Erhaltung von Objekten in Bewegung

Sophie Elpers (Heritage Department/Faculty Design Sciences, Universität Antwerpen & Meertens Instituut, Amsterdam)

Der Steiger kommt? Bergbau und kulturelles Erbe im Spannungsfeld zwischen Tourismus, Traditionspflege und Protest

Ira Spieker (Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Dresden)

14:00 Uhr

Deutungsmacht und Teilhabe. Partizipative Wissensproduktion im Museum Moderation: Sofia Botvinnik (Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin)

Áimmuin. Ancestral Heritage and Modern Meanings Eeva-Kristiina Nylander (Institut für Samische Studien, Universität Oulu)

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Die Ausstellung „Wir sind von hier“ und die partizipative Museumsarbeit

Verda Kaya (TAM-Museum, Berlin)

Das Museum als relationales Netzwerk Léontine Meijer-van Mensch (Stadtmuseum Rotterdam)

16:00 Uhr

Abschluss und Verabschiedung

  • Eintritt und Teilnahme kostenfrei
  • Anmeldung erbeten

Die Tagung wird ermöglicht mit freundlicher Unterstützung des Finnland-Instituts und der Freunde des Museums Europäischer Kulturen.

Zusätzliche Informationen
Termine
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