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Mehr als ein Kunstkritiker der 1930er-Jahre verortete die eigentlichen Ursprünge der modernen Skulptur in Constantin Brancusis Abstraktion der menschlichen Figur sowie in seiner Wiederbelebung der Technik der direkten Bearbeitung von Holz und Stein.

Dieses Argument wurde häufig durch den Vergleich fotografischer Reproduktionen seiner Werke mit Abbildungen prähistorischer Monumente und afrikanischer Kunst untermauert.

Ausgehend von Brancusis Porträts von Eileen Lane und Nancy Cunard untersucht dieser Vortrag, inwiefern seine Motivwahl und sein Experimentieren mit seriellen und modularen Formen diese kunstkritische Rezeption – und die Rolle, die diese bei der Prägung unseres Verständnisses für die historische Bedeutung seiner Kunst gespielt hat – infrage stellen.

Megan R. Luke ist Universitätsprofessorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Sie hat zahlreiche Publikationen zu den Themen Abstraktion, Collage, moderne Skulptur und Reproduktionsmedien veröffentlicht.

Zu ihren Büchern zählen *Frank Stella, 1958* (Yale, 2006), *Kurt Schwitters: Space, Image, Exile* (Chicago, 2014) und *Photography and Sculpture: The Art Object in Reproduction* (Getty, 2017).

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen des Begleitprogramms ist frei, vorbehaltlich der verfügbaren Platzkapazitäten am Veranstaltungsort.

Das Veranstaltungsprogramm wird vom Rumänischen Kulturinstitut unterstützt, vertreten durch seine Berliner Niederlassung, das Rumänische Kulturinstitut „Titu Maiorescu“ Berlin.

Die Vorträge sind Teil der Ausstellung *Brancusi* in der Neuen Nationalgalerie, Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Centre Pompidou realisiert und durch die FREUNDE der Nationalgalerie ermöglicht.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

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