Konzertfassung der Oper
Das Stück wurde im Juni 2025 erstmals unter freiem Himmel in der Landschaft des Kosovo uraufgeführt und findet nun im Museum als performatives Konzert mit elf Musiker:innen, zwei Sopranistinnen und der Hochzeitsband Don’t Listen to Your Neighbors unter der Leitung von Marco Crispo inmitten der Ausstellung statt.
Der mythische Ort Syrigana, ein über 3.000 Jahre altes Dorf nahe Halilajs Heimatstadt Runik, bildet den konzeptuellen Ausgangspunkt der Oper.
Die archäologische Stätte und Schauplatz lokaler Mythen wird zum Spielort einer epischen, queeren Liebesgeschichte: In fünf Akten erzählt die Oper die Ankunft von Fuchs und Hahn, die aus dem Paradies verstoßen wurden und den Ort mit einem Helikopter der NATO-Friedensmission KFOR erreichen.
Die seit September 2025 in Halilajs Einzelausstellung im Hamburger Bahnhof gezeigte installative Version der Oper wird nun zum Ausstellungsende in einer neuen, traumähnlichen Form aktiviert.
Während die ursprüngliche Oper als Bühnenproduktion realisiert wurde, entfaltet sie sich hier als Zusammenspiel unterschiedlicher Elemente: Die Kosovo Philharmonic interpretiert die Partitur, die Sopranistinnen Nina Guo und Urta Haziraj verleihen der Erzählung ihre Stimme und Marionetten lassen die Handlung im Miniaturformat lebendig werden, gespielt von Keumbyul Lim, Hanik Soleimani und Carlo Silvester Duer.
Dauer: circa eine Stunde
Die Ausstellung „Petrit Halilaj. An Opera Out of Time“
Die Museumsfassung seines ersten Opernwerks „Syrigana“ ist zentrales Kapitel der Einzelausstellung „Petrit Halilaj. An Opera Out of Time“ (bis Sonntag, 31. Mai 2026). Neben dem ortsspezifischen Werk zeigt die Präsentation in den weitläufigen Rieckhallen Skulpturen und Installationen verschiedener Schaffensphasen, die sich mit der gelebten Erfahrung von Krieg, Flucht und Exil sowie Queerness und kultureller Unterdrückung auseinandersetzen. Zu den Aufführungen ist die Ausstellung bis 18 Uhr geöffnet.
Die Veranstaltung ist Teil des Jubiläumsprogramms 30 Jahre Hamburger Bahnhof. 2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus.
Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November 2026, an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist.
Die Veranstaltung wird kuratiert von Catherine Nichols, Kuratorin am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.
Die Veranstaltung wird unterstützt Ministry of Culture, Youth and Sport of the Republic of Kosovo, Hamburger Bahnhof International Companions e. V., Ambasciata d’Italia Berlino und Botschaft der Republik Kosovo, Berlin.
Zusätzliche Informationen
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