Gianmarco Ammirata
Ammiratas künstlerische Arbeit ist eng mit seiner architektonischen Praxis verbunden, in der die Linie eine zentrale Rolle spielt. Das Zeichnen versteht er als einen explorativen Prozess, in dem sich eine eigenständige visuelle Sprache herausbildet – reduziert auf elementare grafische Mittel, die über das rein Gegenständliche hinausgehen.
Die gezeigten Werke bewegen sich zwischen Abstraktion und Struktur. Räume, Flächen und Muster lassen die Beziehung zwischen Geist und Körper erfahrbar werden. Dabei entstehen Spuren von Präsenz, die sich in einer grundlegenden Geste bündeln: der Linie. In ihrer Reduktion eröffnet sie neue Wahrnehmungsräume und lädt zu einer stillen, konzentrierten Auseinandersetzung ein.
Die Ausstellung eröffnet am 30. April mit einer Vernissage und endet am 23. Mai mit einer Finissage. Bereits am 2. Mai findet ein Künstlergespräch statt, bei dem der Künstler seine künstlerische Praxis vor Ort in der Galerie entfaltet.
Während des Ausstellungszeitraums wird die Galerie an den Samstagnachmittagen zu einem Raum der experimentellen Praxis: Mit James Etherington (Komponist) und Mehdi Hesamizadeh (Komponist und Soundkünstler) entstehen vier Live-Musikinstallationen, in denen Musik und Zeichnung in einen offenen Dialog treten – unterschiedliche künstlerische Sprachen, die sich gegenseitig durchdringen und erweitern.
Den Abschluss bildet am Samstag, den 23. Mai, die Präsentation des gleichnamigen Buches. Gemeinsam mit Martin Ortega (deutscher Dozent und Dramatiker) endet die Ausstellung mit einem persönlichen Beitrag und einer Reflexion über das Buch.



