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Von Feindbildern, Justizversagen und einem Verbrechen gegen die Menschheit

Passend zum Jahresmotto „Die Kraft der Frauen“ widmet sich das Theater im Palais Berlin in seiner neuen szenisch-musikalischen Hausproduktion einem dunklen Kapitel der Geschichte: der Hexenverfolgung.

In Bernau bei Berlin setzt ab 1617 eine Verfolgungswelle ein, in deren Verlauf viele Unschuldige, in erster Linie Frauen, als Hexen angeklagt werden.

Eine dieser Frauen ist die 70-jährige Bernauerin Dorothea Meermann. Bereits in dritter Generation wird sie wegen Zauberei verhaftet und über zwei Jahre wiederholt gefoltert.

Dennoch bietet sie dem Machtapparat der frühen Neuzeit die Stirn und bleibt bis zu ihrem Tod bei ihrer Aussage, keine Zauberin zu sein.

Nach intensiven historischen Recherchen und anhand von wahren Schicksalen wird eine Epoche erlebbar gemacht, die nur auf den ersten Blick nichts mit unserer modernen Zeit zu tun hat.

Alina Gause und Carl Martin Spengler tauchen mal spielend mal erzählend in eine Geschichte ein, in der Narrative mehr wiegen als Fakten und die Mächtigen immer recht haben.

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