30 ununterbrochene Stunden Musik, Videokunst und Installation
Das ist kein Festival, das man besucht. Es ist ein Gebäude, das man bewohnt.
Betten, Hängematten und Ruhebereiche sind im gesamten Veranstaltungsort installiert. Das Publikum ist eingeladen zu schlafen, zu ruhen, zu essen, zuzuhören, zuzusehen, sich zurückzuziehen, zu sprechen und aufmerksam zu sein, in welchem Rhythmus auch immer es passt. Das Format behandelt Schlaf als Bedingung des Zuhörens und nicht als dessen Unterbrechung. Es zielt auch darauf ab, neben einem Ort tiefer musikalischer Auseinandersetzung eine Gelegenheit zur Sozialisation zu bieten.
Das Programm durchläuft verschiedene Phasen: Dämmerung, Nacht, Morgendämmerung, Tag, zweite Dämmerung. Die Architektur des Kraftwerks öffnet und schließt sich um die Besucher:innen herum, während die Stunden vergehen. Zeit wird nicht-linear, diffus.
Über zwanzig Künstler:innen treten in einem einzigen ununterbrochenen Zeitrahmen auf, begleitet von Videokunst und Installationen, die im gesamten Gebäude laufen.
Highlights des Musikprogramms: Caterina Barbieri präsentiert die deutsche Premiere eines neuen fünfzigminütigen Werks für Elektronik, Vokalensemble und Blechblasinstrumente, das psychoakustische Effekte von Wiederholung durch modulare Synthese untersucht. Adam Wiltzie bietet die erste Präsentation von A Tired Reworking of Stars of the Lid For the Sleep Deprived, eine dreistündige Neuaufnahme des Katalogs des Duos für ein Publikum, das in den zweiten Tag erwacht. Kali Malone führt eine vierstündige Live-Hörsession aus langen, größtenteils unveröffentlichten Installationswerken auf, zeitlich auf die ruhigsten Stunden der Nacht abgestimmt. Keiji Haino präsentiert zwei unterschiedliche Sets: eines für Stimme, eines für Gitarre und Elektronik. Terrence Dixon feiert die Weltpremiere von A Cosmic Display of Beauty. Marginal Consort gibt eine seltene europäische Erscheinung und versammelt sich zu drei Stunden ungeplanter Improvisation.
Film und Installation: Lois Patiño mit Xabier Erkizia führt ein liegendes Publikum durch eine zweistündige kollektive Traumsequenz. Romeo Castellucci und Scott Gibbons präsentieren To Carthage then I came, mit Nicht-Professionellen, die rituelle Handlungen um Mitternacht und am Mittag vollführen. Fabien Giraud und Anne Stern zeigen die erste Epoche eines tausendjährigen Filmprojekts, bei dem autonome Kameras auf einem ländlichen Hügel in Frankreich lernen, zu sehen. Brennan Wojtyla installiert LAN, ein temporäres Büro, in dem Besucher:innen durch ein virtuelles Modell des Gebäudes spielen, in dem sie sich befinden. Alex Reynolds und Robert M Ochshorn präsentieren dreiundzwanzig Stunden unbeantworteter Fragen an die Pressesprecher:innen des Weißen Hauses zu Gaza. Marcel Weber trägt ein Umweltwerk bei, das im gesamten Gebäude installiert ist.
Dem Hauptprogramm gehen drei Prelude-Konzerte voraus (10., 12., 14. Mai), darunter der erste Berlin-Auftritt von Gavin Bryars mit der Sinfonietta Cracovia.
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