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Als Wegbereiterin einer feministischen Kunst, deren Werk noch immer größte Aktualität besitzt, war sie ein Vorbild für Generationen von Künstler*innen. Bisher in Berlin noch nicht gezeigte Arbeiten werden den gläsernen Pavillon sowie das Erdgeschoß bespielen.


Die Werkauswahl behandelt zentrale Themen und Faszination in Bourgeois’ Leben und Werk, wie die Auswirkungen von biografischen Erfahrungen und Ereignissen, Gedächtnis- bzw. Erinnerungskulturen und Modelle der Selbstbehauptung als Frau und Künstlerin, die sie vor allem in ihren „Zellen“ verarbeitete.

Im Zentrum des gläsernen Oktogons steht das Beispiel einer „Zelle“ - Paux de lapins, chiffons ferrailles à vendre (2006), ein facettenreicher Mikrokosmos, in dem ein dichtes Arrangement aufgeladener Materialien und Objekte die Herkunft, Familie, Lebens- und Produktionsetappen der Bildhauerin in Szene setzt. Das Werk unterstreicht Bourgeois’ beständige Auseinandersetzung mit Geburt und Tod, dem Werden und Vergehen des Körpers und ihrer eigenen Biografie. In Analogie zu „Paux de lapins…“ umfasst die Ausstellung im Erdgeschoß vier raumgreifende Glasvitrinen und eine Serie von Aquarellen. Hier zeigt sich ihr Gespür im Umgang mit Körperlichkeit, Geschlechterzuweisung und den psychosozialen Effekten des bewussten und unbewussten Erlebens auf den Körper.

ÖFFNUNGSZEITEN
Do-So 12-18 Uhr
Zusätzliche Informationen
Teilnehmende Künstler:innen
Louise Bourgeois