Die Rezeption Van Goghs im Umfeld des deutschen Expressionismus
Dr.
Alexander Eiling, Sammlungsleiter
Kunst der Moderne, Städel Museum, Frankfurt am Main
Alexander Eiling, Sammlungsleiter
Kunst der Moderne, Städel Museum, Frankfurt am Main
Der Dresdner Publizist Ferdinand Avenarius stellte 1910 in seiner Glosse „Vom Van Gogheln“ fest: „Van Gogh ist tot, aber die Van-Gogh-Leute leben. Und wie leben sie! […] Überall van Goghelt’s.“
Anlass für seinen Artikel war die große Begeisterung, die Van Goghs Werk bei deutschen Künstlern ausgelöst hatte. Van Goghs individuelle und antiakademische Wiedergabe der Natur war für die nachfolgende Generation Befreiung und Bestätigung zugleich. Die Art und Weise, wie die Künstler mit ihrem Vorbild umgingen, war höchst unterschiedlich: Einige fanden durch die Auseinandersetzung mit Van Gogh ihren eigenen Weg, andere konnten sich nicht aus seinem Schatten lösen. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Van-Gogh-Rezeption in Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts und mit der Bedeutung des Künstlers für die deutschen Expressionisten.
Alexander Eiling ist Sammlungsleiter Kunst der Moderne am Städel Museum in Frankfurt am Main und Ko-Kurator der Ausstellung Van Gogh. Eine deutsche Liebe, die dort noch bis zum 16. Februar 2020 gezeigt wird.
Mittwoch, 22. Januar 2020, 19 Uhr
Auditorium
€ 10 / ermäßigt € 8
Mit der Eintrittskarte kann die Ausstellung eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn besucht werden.