RAPEFLOWER ist eine Untersuchung, die im eigenen Körper stattfindet. Im Körper selbst, nicht im diskursiven Raum, verflechten sich Erfahrungen sexueller Gewalt – sowohl eigene als auch geerbte und erlernte – mit Abwehr- und Überlebensstrategien. Dies ist eine Geschichte über Vergewaltigung als Zustand und nicht als einmaliges Ereignis.
Sich als Überlebende:r zu identifizieren, bedeutet oft, zu schweigen. Um nicht zum Objekt des Mitleids zu werden, macht man sich unsichtbar. Die Vermeidung der Konfrontation mit der Erfahrung der Vergewaltigung kann zu einem Zwang führen, die traumatische Situation auf der Suche nach verlorener Kontrolle zu wiederholen.
In RAPEFLOWER greift Hana Umeda die Traditionen des klassischen japanischen Jiutamai-Tanzes auf, einer Kunstform aus dem 19. Jahrhundert, die in Japan ausschließlich von Frauen ausgeübt wurde. Für viele von ihnen war der Tanz mit Gewalterfahrungen verbunden, da sie in kleinen Räumen während geschlossener Vorstellungen sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren.
Die Bewegung, die Anspannung des Körpers, sein Eingeschlossen-Sein und die Erstarrung – all das findet sich im Jiutamai-Körper wieder und wird von den Meister*innen kontinuierlich an die nächsten Generationen von Tänzerinnen weitergegeben. Ausgehend von ihrer persönlichen Geschichte und der Jiutamai-Tradition reflektiert Umeda darüber, ob Tanz oder Theater zu einem Raum der Emanzipation und Heilung werden können.
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April 2026
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