Märzkonzerte
Der Jazz steht für Kommunikation über alle Grenzen und Mentalitäten hinweg, gleichzeitig macht er Lebens- und Gefühlsintensität erfahrbar.
"Jazz am Helmholtzplatz e.V." steht für lebendigen, kreativen, internationalen Jazz für alle Musikliebhaber:innen, knüpft an die Jazzszene der Nachwendezeit an, möchte den Jazz in seiner ganzen Diversität vertreten, bemüht sich um Gendergerechtigkeit, bespielt verschiedene Locations und arbeitet auf non-profit Basis mit international bekannten Musiker*innen und mit unentdeckten Talenten zusammen.
Ein Programmschwerpunkt von Jazz am Helmholtzplatz e.V. sind thematisch orientierte, im engeren Sinne kuratierte Reihen, die historische, gesellschaftspolitische, ästhetische Themen beleuchten. Sie gehen mit einer Recherche des Notenmaterials einher, werden von Programmheften oder Readern, sowie Diskursveranstaltungen begleitet und im Rahmen von Förderungen umgesetzt. Außerdem engagiert sich Jazz am Helmholtzplatz e.V. für Jazzkonzerte in der ländlichen Kleeblatt Region in Brandenburg (Ostprignitz-Ruppin) und hat dort bereits einige Ausgaben der "Kleeblatt Contemporary Jazz" Reihe realisiert. Die seit 2019 fortlaufende Reihe "Brazil&Jazz" stellt einen weiteren Schwerpunkt dar.
Die Professionalität und atemberaubende Kreativität der Jazzmusiker:innen entspricht überhaupt nicht deren Anteil am "kommerziellen Markt". Die Initiative ist daher seit 2018 ehrenamtlich tätig, um sich für Jazzmusiker*innen und Jazz zu engagieren. Jazz am Helmholtzplatz e.V. möchte dazu beitragen, den Musiker*innen mehr Live - Auftritte zu ermöglichen, den Jazz wieder stärker in Pankow (und anderswo) zu verankern, wo er bis in die 1990-er Jahre hinein vielerorts zu hören war, ein größeres Publikum zu erreichen und die lokale Szene sichtbarer werden zu lassen. Seit April 2021 ist Jazz am Helmholtzplatz ein eingetragener Verein und erhält punktuell Projektförderung von verschiedenen Institutionen. Unser Engagement wird außerdem von der Begeisterung für den Jazz und dem Staunen über die unglaubliche Kreativität, Diversität und Energie der Jazzmusiker*innen getragen.
Unter dem Begriff "Jazz" wird eine stilistisch komplexe Musikrichtung des 20. Jahrhunderts verstanden, die in den USA aus dem Blues heraus hervorging, gleichzeitig aber auch afrokaribische Rhythmen, sowie europäische Klangmuster absorbiert hat und daher als transkulturell bezeichnet werden kann. Sie ist unweigerlich mit der Geschichte der Sklaverei in den USA und deren soziopolitischen Konsequenzen verbunden und brachte in ihrer historischen Entwicklung unterschiedliche Strömungen hervor, die heute gleichberechtigt nebeneinander existieren. Dazu gehören der Dixie, der Swing, der Bebop, aber auch die zeitgenössische experimentelle und improvisierte Musik, ebenso wie verschiedene Ausprägungen im internationalen Kontext. Es ist eine Musik, die "handgemacht" ist und in der Elektronik eher als eine Ergänzung oder Erweiterung des jeweiligen Instrumentes genutzt wird. Die individuelle Entfaltung der einzelnen Musiker:innen ist ein essenzieller Bestandteil des Jazz und die demokratische Struktur innerhalb einer Band ist nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein politisches Konzept. Ein entscheidendes Merkmal des Jazz ist die Improvisation und die Auseinandersetzung damit.
Jazz am Helmholtzplatz e.V. möchte sich keiner der verschiedenen Strömungen und regionalen Entwicklungen innerhalb des Jazz verschließen: von Jelly Roll Morton bis zur experimentellen Musik. Das englische Verb "to jazz" ist ein Begriff, der über die Musik hinaus Verwendung findet und sich auf erlebbare Situationen bezieht, die aufgepeppt oder belebt werden, wobei sie mehr Energie und Schwung erhalten. Der Jazz ist letztlich eine Ausprägung der "Neuen Musik" des 20. Jahrhunderts - es hat in seiner Entwicklung etliche ästhetische Überschneidungen mit der "klassisch" konnotierten Musik gegeben, die sich in der Aufführungs- und Kompositionspraxis von Musiker*innen reflektierten und bis heute fortbestehen.
März-Programm:
Freitag, 6.3.26, 20 UhrENIVRANCE
Angèle Tremsal - sax, comp., vocals
Peer Neumann - piano
Oz Rosenfeld - bass
Liliana Zieniawa - drums
Samstag, 7.3.26, 20 Uhr
JESSICA KANDELER & THE MEGA NICE BAND
Jessica Kandeler - vocals
Fedro Heger - guitar
Daigo Nakai - bass
Andrei Mileia - drums/percussion
Helge Ebinger - piano/organ
Peter Zastrow -trumpet/flugelhorn/cornet
Julian Gretschel - trombone
Leonie Freudenberger - alto saxophone
Patrick Braun - tenor saxophone
Nikolaus Leistle - baritone saxophone
beide im
Kubiz Raoul Wallenberg
Bernkasteler Str 78
Eintritt 15/12 Euro
Freitag, 13.3.2026, 20 Uhr
EXOPLANET - Christian Korthals Quintett
Christian Korthals - sax,piano
Urte Reich - cello
Daniel Meyer - guitar
Daigo Nakai - bass
Tom Dayan - drums
in der Brotfabrik, Caligariplatz 1, 13086 Berlin
Eintritt 18/12 Euro
VVK Eventbrite
Samstag, 14.3.2026, 20 Uhr
LÌVA STRAZDINA - UNSPOKEN
Līva Strazdiņa - tp, flh, cmop.
Max Hacker - ts, fl
Florian Schultz - git
Laurie Rich - p
Christian Cuevas-Müller - b
Bastian Menz - dr
in der Raumerweiterungshalle,
Kopenhagener Str 17, 10437 Berlin
Eintritt 15/12 Euro
Termine
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