Käte Niederkirchner (1909–1944) galt in der DDR als eine Ikone des antifaschistischen Widerstands. Nach ihr wurden Betriebskollektive, Ferienheime, Kindergärten und sogar ein Schiff benannt. Heute erinnern an sie noch zwei Straßen in den Bezirken Mitte und Pankow sowie eine 1989 eingeweihte Gedenktafel an ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Pappelallee 22.
Mit der Ausstellung über das widerspruchsvolle Erbe der Niederkirchners beleuchtet das Museum Pankow die komplexe Geschichte der Familie und hinterfragt zugleich die bisherige Helden-Erzählung.
Die Ausstellung wirft einen Blick auf das Zusammenspiel von familiärem und gesellschaftlichem Erinnern und Verdrängen entlang historischer Brüche. Sie regt an, über das Beispiel der Familie Niederkirchner hinaus, Traditionen, Instrumentalisierungen und Legendenbildungen zu hinterfragen.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.