Ein wissenschaftliches Experiment: Wird das künstlich erzeugte Kind eines Mörders und einer Prostituierten durch eine liebende Umgebung gut, oder dominiert das Böse in ihr?
Stephan v. Bothmer interpretiert den Film am CineTronium, einem einzigartigen Keyboard-Setup von enormer Ausdruckskraft, das er speziell für seine Live-Filmmusik entwickelt hat. In seiner Musik scheinen die Melodien und Rhythmen immer weiter zu wachsen, wie die Wurzeln der schon seit Urzeiten für magisch gehaltenen Alraune. Bothmer dreht mit seiner Musik den Blickwinkel um: er stellt Alraunes Individualität in den Mittelpunkt und entwickelt seine Musik aus ihrem Erleben, statt sie weiter als Projektionsfläche für männliche Fantasien zu sehen.
„Alraune“ erzählt die Geschichte einer künstlich geschaffenen Frau: ein Wissenschaftler befruchtet eine Prostituierte mit dem Samen eines hingerichteten Mörders und erschafft so Alraune – eine Kreatur, die zugleich Kind, Experiment und Projektionsfläche ist. Brigitte Helm spielt diese Kunstfigur als schillernde Mischung aus Unschuld, Verführung und Grausamkeit. Der Film verbindet wissenschaftliche Hybris mit dunkler Erotik und deutet das Labor zur modernen Alchemistenküche um. [Henrik Galeen, D 1928]
Die Geschichte basiert auf dem Roman von Hanns Heinz Ewers und gehört zum Kernbestand des deutschen phantastischen Films. „Alraune“ spiegelt auch die Ängste der Zwischenkriegszeit vor Entgrenzung und Degeneration. Die Bilder sind voller Schatten, Schleier und Blicke – ein Kino des Andeutens, in dem Eros und Gefahr untrennbar miteinander verschmelzen.
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März 2026
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