re:organ - Labor für neue Orgelklänge
Zwischen Jehan Alain und Dror Feiler bestehen kaum stilistische, dafür umso tiefere innere Verbindungen. Beide sehen Musik nicht als formales Spiel oder ästhetische Verzierung, sondern als existenzielle Praxis von Ernst und Dringlichkeit.
Dror Feilers Kompositionen arbeiten mit Extremen von Lautstärke, Dauer und Dichte, oft bis an die Grenze des Erträglichen. Traditionelle Formen von Entwicklung, Ausdruck oder Schönheit werden bewusst vermieden; stattdessen entstehen akustische Räume von Überforderung, Stillstand und Druck. Musik „erzählt“ hier nicht – sie konfrontiert.
Jehan Alains Werke wirken gleichzeitig archaisch und modern, spirituell und körperlich, improvisatorisch und hochkonzentriert. Seine Trois Danses folgen einer existenziellen inneren Dramaturgie von Leben, Verlust und Kampf. Ostinati, motorische Patterns, ungerade Akzente und tranceartige Wiederholungen prägen eine Musik, die weniger an klassische Orgelästhetik erinnert als an Tanz und Ritual – und die auf körperlicher Ebene unmittelbar erfahrbar wird.
Erik Drescher und Maximilian Schnaus spielen Werke von Jehan Alain sowie zwei Uraufführungen von Dror Feiler.
- An der Abendkasse wird auf Wunsch ein Gehörschutz ausgegeben.
Zusätzliche Informationen
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