Im Zentrum steht ein neues Werk, das klassische Streichinstrumente, traditionelle koreanische Instrumente und Elektronik zu einem vielschichtigen Klangraum verbindet.
Das Projekt untersucht und verbindet mikrotonale Ansätze sowie transkulturelle Klangpraktiken, ohne unterschiedliche musikalische Traditionen zu vereinheitlichen. Der entstehende gemeinsame Klangraum ist kein homogener Stil, sondern ein dynamisches Gefüge, vergleichbar mit einer topografischen Landschaft, in der Reibung, Resonanz und Nicht-Übersetzbarkeit ebenso wirksam sind wie Annäherung und Verbindung.
„Cheop Cheop San Maek“ formuliert damit eine transkulturelle Praxis jenseits von Exotisierung oder Aneignung: ein Zusammenfinden, das auf Zuhören, Sensibilität und struktureller Gleichwertigkeit beruht und neue Formen kollektiver Klangproduktion ermöglicht, ohne Differenzen aufzulösen.
Zum 20-jährigen Bestehen 2026 präsentiert das Solistenensemble Kaleidoskop neue Projekte, die die kollaborative Arbeitsweise konsequent weiterführen und die künstlerische Entwicklung des Ensembles reflektieren. Sie zeigen die zentralen Linien der kaleidoskopischen Praxis seit den Anfängen: die langjährige Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen des Musiktheaters, kammermusikalische Forschung sowie transdisziplinäre Kollaborationen. Mit dem koreanischen Ensemble WhatWhy Art pflegt das Solistenensemble eine über mehrere Projekte gewachsene Partnerschaft.
WhatWhy Art ist eine Organisation aus Solisten und kreativen Akteuren im Bereich der zeitgenössischen Musik, die eine Brücke schlägt zwischen Tradition und Moderne. Das Kollektiv nähert sich verschiedenen künstlerischen Perspektiven und Diskursen, indem es die Potenziale traditioneller koreanischer Musik und Instrumente in den Kontext zeitgenössischer Musik und Kunst integriert. Mit dem Ziel, sich von Konventionen und kulturellen Zwängen zu lösen, verfolgt es eine zukunftsorientierte Ausrichtung.
Der Komponist und Produzent Konstantin Heuer pendelt zwischen Asien und Berlin. Unter seinem alias Sedonid produziert er hypnotischen Techno und schreibt Musik für gemischte Setups elektronischer und akustischer Instrumente. Heuer arbeitet mit innovativen Skalen und Tunings in erweiterter reiner Stimmung. Seine Klangarchitektur folgt streng formalen Kriterien, sein Sounddesign ist atmosphärisch und von emotionaler Tiefe.
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