Georg Friedrich Händel / Messiah
Dabei erzählt es keine fortlaufende Geschichte: Texte aus unterschiedlichen Büchern der Bibel reflektieren das Leben Christi und seine Bedeutung aus wechselnden Perspektiven.
Eine besondere Rolle spielt der Chor. Er erzählt nicht, sondern deutet und kommentiert. Händel lässt die Stimmen miteinander sprechen, sich jagen und verschränken. In "His yoke is easy" („Sein Joch ist sanft“) entsteht so ein scheinbar schwereloses Geflecht, das höchste Beweglichkeit und Präzision verlangt – und im nächsten Moment in monumentale Klangfülle umschlagen kann.
Händel verband deutsche, italienische und englische Musiktraditionen zu einer ganz eigenen Sprache. Der Berliner Figuralchor möchte diesen bekannten Messiah neu singen: aus einem barocken Klang- und Ausdrucksverständnis heraus, transparent, rhetorisch und beweglich. Artikulation, Tempo und Dynamik dienen dabei der Ausdeutung des Textes. Wie vertraute Musik dadurch neu hörbar werden kann, zeigte der Berliner Figuralchor zuletzt mit Monteverdis Marienvesper im September 2026. Nun gilt diese Entdeckungsfreude Händels Messiah: vielgestaltig, dramatisch und überraschend lebendig – weit mehr als Halleluja.
Kommen Sie und überzeugen Sie sich selbst – am 11. Januar 2027 um 19 Uhr im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie.
Programm: Georg Friedrich Händel / Messiah
Dauer: 2:30 Stunden mit Pause
Mitwirkende: Berliner Figuralchor, Berlin Baroque und Solisten:
- Marie Luise Werneburg | Sopran
- Alex Potter | Altus
- Tobias Hunger | Tenor
- Wolf Matthias Friedrich | Bass
Tickets zwischen 14,00 € und 54,00 € über die Webseite
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