Fischer un sin Fru
Sie lebten dermaleinst in einer alten Hütte und kamen nicht voran. Ja, wohin denn auch!? »Mine Fru, die Ilsebill will dat nicht so, als ick wohl will?« – Sowas könnte uns ja nicht passieren. Diese (ur)uralte, verschroben krude Mär gieriger Unersättlichkeit? Hat nichts mit uns zu tun. Doch warum fühlen wir uns dann so berührt? Wie wäre es, wenn es doch geht: Immer weiter, immer höher, immer größer! Und doch immer unzufriedener. Wann ist es Zeit, mit träumen aufzuhören, wenn auf einmal jeder Traum zum Greifen nah ist? Aus dem »Es war einmal ...« wird Jetzt und Hier. Sind nicht alle ein bisschen Ilsebill?
Der Tannenbaum
Jenes Märchen, das unserem Weihnachtsbaum das wohl berühmteste literarische Denkmal gesetzt hat: »Der Tannenbaum«. Ein Märchen über einen Baum, der sich nach der Zukunft sehnt und darüber die Gegenwart verpasst – eine Geschichte, die sich in Zeiten des Klimawandels noch einmal ganz neu erzählt. Andersen erzählt die Geschichte einer Karriere, wie sie brutaler kaum zu erzählen wäre:
Ein Heranwachsender, der die Welt des Scheins für die Welt hält, der die Gegenwart gegen ein Versprechen eintauscht und feststellt, dass das Versprechen keine Rückgabe kennt. Der Applaus verklingt, der Schmuck wird abgenommen, der Baum wandert auf den Dachboden – erst als er dort liegt, ausgedient und vergessen, begreift er, was der Wald war.
- Märchen für ALLE – Zutritt ab 4 Jahren
Zusätzliche Informationen
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