Menschen singen gemeinsam - jeder Abend erfindet sich neu
Das Konzept ist so einfach wie ungewöhnlich: Das Publikum bestimmt den Abend. Liedwünsche werden zugerufen oder auf Zettel geschrieben, kurz abgestimmt – der Text erscheint auf der Leinwand, und Demian und Reentko spielen los.
Es gibt keine Setlist und keinen festen Ablauf. Die einzige Voraussetzung: Man muss mitsingen wollen. Singen können muss man nicht.
Seit zehn Jahren veranstalten Demian Kappenstein und Reentko Dirks die monatliche Reihe in Dresden. Die Abende sind regelmäßig lange im Voraus ausverkauft. Bei den Filmnächten am Elbufer singen im Sommer bis zu 4000 Menschen gemeinsam mit den beiden Musikern. Seit über einem Jahr gibt es das „Betreute Singen“ auch monatlich im Berliner Kino Colosseum.
Das Besondere: Es ist kein klassischer Mitsingabend und kein Konzert. Die Musiker wissen vorher selbst nicht, was gespielt wird. Das Publikum entscheidet – und macht damit den Abend. Ein vergessener Lieblingssong kann plötzlich zum Höhepunkt werden, ein spontaner Zuruf zum Ohrwurm des Abends.
„Das betreute Singen“ lebt davon, dass Menschen gemeinsam etwas entstehen lassen. Und vielleicht liegt genau darin sein Erfolg: Gemeinsames Singen schafft Verbindung. Für einen Abend verschwinden die Grenzen zwischen Bühne und Publikum. Alle singen denselben Song – unabhängig davon, ob sie einen Ton treffen.
Was wäre also gewesen, wenn Reentko damals gegangen wäre?
Dann gäbe es das „Betreute Singen“ vermutlich nicht. Und Tausende Menschen hätten vielleicht nie erfahren, wie gut es sich anfühlt, gemeinsam laut zu sein.
Die nächsten Termine im Kino Colosseum:
- 21.Oktober
- 24.November
- 16. Dezember (Special Winter-Edition)


