Leuchtende Farben, Fabelwesen, unheimliche und phantastische Landschaften sowie eindringliche Bildnisse: Arnold Böcklin (1827–1901) war Maler, Bildhauer, Erfinder – und ist weit über das 19. Jahrhundert hinaus verehrt und umstritten. Sein Werk bewegte seine Zeitgenossen nachhaltig und hat Künstler*innen aus Malerei, Theater und Musik zu eigenen Auseinandersetzungen inspiriert.
Begegnung mit einem der wichtigsten Künstler des Symbolismus
Rund 150 Werke geben Einblick in das faszinierende Schaffen und seine wechselvolle Rezeptionsgeschichte. 1880 hatte eine Auftraggeberin bei dem damals bereits sehr bekannten Maler „ein Bild zum Träumen“ bestellt und erhielt das berühmteste Gemälde Böcklins: Die Toteninsel.
Fünf Versionen des mystischen Motivs malte der Künstler zwischen 1880 und 1886, und bis heute gehören diese Werke zu den wichtigsten des 19. Jahrhunderts. Vier Versionen existieren heute noch, die fünfte wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört.
„Böcklin. Jenseits des Mythos“ führt erstmals vier erhaltenen Fassungen seines berühmtesten Motivs, der „Toteninsel“ zusammen, die sich heute in Basel, Berlin, Leipzig und New York befinden. Eine Sensation, die es wohl nur einmal geben wird, denn drei dieser bedeutenden Gemälde verlassen ihre Sammlungen nur ausnahmsweise und nur für diesen Anlass. Selbst Böcklin sah die Werke nie versammelt.
Die Zusammenführung der vier Gemälde wird es erlauben, ihre Gemeinsamkeiten, ihre Besonderheiten und ihren Kontext zu untersuchen. Es wird sichtbar, wie eines der berühmtesten Motive der Kunstgeschichte entstand und warum es heute noch einen solch hohen Stellenwert hat und einer derart komplexen Rezeptionsgeschichte unterworfen war.
- Diese Ausstellung wurde initiiert von und realisiert in Kooperation mit dem Kunstmuseum Basel. Sie wird ermöglicht durch die FREUNDE der Nationalgalerie.




