Matinee von und mit Maria Hartmann - als Gast: Gesine Cukrowski
Bei Einaudi veröffentlicht zu werden, war eine große Ehre, Bücher galten als etwas Heiliges. In ihren Zeitschriften wurden regimetreue Werke verrissen. Hausdurchsuchungen und Gefängnisstrafen änderten nichts an ihrem Programm.
Jahrzehntelang war der Turiner Verlag Sammelbecken intellektueller Strömungen und wunderbarer SchriftstellerInnen wie etwa Marcel Proust, Elsa Morante, Jean-Paul Sartre oder Ernest Hemingway.
Die Verantwortlichen bei Einaudi zeichneten sich aus durch politische Haltung, Wagemut und hohe künstlerische Begabung. Die Tatsache, dass dieser fantastisch kreative Ort, dass der Einaudi-Verlag inzwischen von Italiens größtem Zeitschriftenverlag Mondadori übernommen wurde, in dem – zu allem Überfluss – Marina Berlusconi, Tochter des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, seit 2003 den Vorsitz hat, macht fast bitter.
Geben wir, trotz dieser Entwicklung, nicht auf und schöpfen Zuversicht aus den Gedanken und „literarischen Taten“ der großartigen Gründer des Einaudi-Verlags.
Zusätzliche Informationen
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