Der Berliner Multimediakünstler Marc Brandenburg (*1965) zählt international zu den wichtigsten Zeichner:innen der Gegenwart. Sein Werk bewegt sich zwischen Grafik, Collage, Installation, Video und Performance. Im Zentrum stehen detailreiche Bleistiftzeichnungen nach fotografischen Vorlagen, die er auf Streifzügen einfängt oder aus Magazinen, Filmen und Büchern sampelt. Brandenburg reflektiert die Gegensätze des großstädtischen Lebens, thematisiert gesellschaftliche Missstände ebenso wie Exzess und Konsum als Auswirkungen des Spätkapitalismus. Transportiert wird dabei weniger eine Erzählung als eine melancholische und unheilvolle Stimmung, die subtil auf die Krisen unserer Zeit verweist. Die umfassende Werkschau zeigt rund 150 Zeichnungen sowie Videos, TattooBögen und Fotos.
Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten.