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Wenn du dem Gedränge der Welt entfliehen willst; wenn du dich versichern willst, dass es auf der Erde einen Frühling und blühende Bäume gibt; wenn du dich den Sternen nähern willst, gehe hin, zur Insel der Ruhe. Santiago Rusiñol ‘Mallorca, the Island of Tranquillity’ 1912 


Ihre Recherche zu Massentourismus führte Christina und Darko an Reiseziele, die Geschichte schrieben. Ausgerüstet mit Touristenhüten und Flip-Flops machten sie sich auf nach Prora auf Rügen genauso wie nach Paris, schoben sich durch die überfüllten Räume von Schloss Neuschwanstein und suchten das Outdoorfeeling im brandenburgischen Tropical Islands. 

Dabei erfuhren sie aus erster Hand, wie einige dieser angesagtesten, monumentalen Reise-Orte heute funktionieren. Für die Hochsaison nahmen sie sich ein weiteres Denkmal fragwürdiger Reisekultur vor und buchten ein All-Inclusive-Paket für Mallorca: 24h Frühstücksbuffet, Flatrate-Saufen und feiern die ganze Nacht. Doch was den Massengeschmack befriedigt, bleibt nicht ohne Folgen. Take me somewhere nice. Party without end, without meaning and without purpose greift diese Schräglage auf und widmet sich dem "17. deutschen Bundesland" Mallorca, wo die Zahl der Touristen bis 2023 auf über 17 Millionen geschätzt wird. 

Seit 2018 entwickeln Christina Ciupke und Darko Dragičević kontinuierlich spezifische kollaborative Projekte wie Take me somewhere nice, Silent Trio, Lie & Theft as Practice und Failure as Practice. Die Künstler*innen kombinieren ihre Praktiken in den Bereichen Choreografie, Tanz, Performance, bildende Kunst und Film auf komplementäre Weise. Die Spektren ihrer individuellen Fähigkeiten im Denken, in der Kontextualisierung und in der Bewegungspraxis verschmelzen zu neuen performativen Formaten.  

Die Performance findet im Rahmen der zehnten Falte Far, Far Away der Tanzfabrik Berlin statt, in der Arbeiten präsentiert werden, die einen kritischen Blick auf gescheiterte Glücksversprechen werfen. Welche Sehnsuchtsorte entspringen dem sich ewig reproduzierenden fortschrittsorientierten, patriarchal und kapitalistisch geprägten Werte-Kanon? Wo finden sich Lücken, um Marginales positiv für nahe(liegende) Zukünfte zu verhandeln?
Additional information
Take me somewhere nice ist eine Produktion der A lot of body GbR in Koproduktion mit der Tanzfabrik Berlin. Gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Konzept, Performance: Christina Ciupke, Darko Dragičević

Ton: Vera Pulido

Licht: Martin Beeretz

Kostüm: Karin Rosemann

Externe Mitarbeit: Silja Korn

Web-Entwicklung: Daniel Massey

Grafische Gestaltung: Dragana Krtinić

Creative Production: Selina Glockner (2023)

Produktions-Assistenz: Clara Duennebeil

Christina Ciupke lebt als Choreografin und Performerin in Berlin. Ihre Projekte entwickelt sie in medienübergreifenden Kollaborationen. Innerhalb dessen entstehen spezifische Räume und Situationen, in denen Nähe und Distanz, Intimität, Zeitgefühl und das Zusammensein von Zuschauer*in und Performer*in ständig neu verhandelt werden. Intensive Zusammenarbeiten verbinden sie mit den Choreograf*innen Nik Haffner, Mart Kangro, Jasna L. Vinovrški und Ayşe Orhon, dem Komponisten Boris Hauf und dem Dramaturgen Igor Dobričić. Seit 2020 entwickelt sie das Projekt Silent Trio mit dem bildenden Künstler und Performer Darko Dragičević.

Darko Dragičević wurde in Belgrad geboren und lebt in Berlin. Seit 2003 zeigt er seine Arbeiten international. Im Sinne einer erweiterten Praxis von Performance, Choreografie und Film ist er an interdisziplinären Projekten und medienübergreifenden Kooperationen beteiligt. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehören die Performance-Projekte Silent Trio mit Christina Ciupke, Exhaustion and Exuberance und Lie & Theft as Practice, die vom Goethe-Institut Serbien als Buch veröffentlicht wurden. Darko Dragičević unterrichtet an Institutionen wie DOCH/Stockholm University of the Arts, ZZT/HfmT Köln, Folkwang Universität Essen, Y-Institut/Hochschule der Künste Bern und Tanzquartier Wien.