Das Projekt von Pascale Obolo nimmt die Form einer Video-Performance-Installation an, die auf den Recherchen zu AFRIKADAA: Politics of Sound #2 aufbaut.
Obolo imaginiert den Salon der Nardal-Schwestern als eine lebendige Architektur des Zuhörens: einen Ort der Ruhe, an dem Bilder, Stimmen und Musik nicht mehr als Dokumente der Vergangenheit präsentiert werden, sondern als aktive Präsenzen erscheinen, die in der Lage sind, alternative Zukunftsperspektiven zu eröffnen.
Le Salon des Écoutes Réparatrices lässt das intellektuelle, politische und emotionale Erbe der Nardal-Schwestern durch ein immersives Erlebnis des gemeinsamen Zuhörens, Lesens und des Austauschs von Klängen wieder aufleben. Für Obolo wird der Salon zu einem Raum der sinnlichen Vermittlung und Heilung angesichts einer Geschichte kolonialer Gewalt und der Auslöschung Schwarzer Erinnerungen.
Im Zentrum dieser Konzeption stehen Video-Klang-Lesungen aus den von Obolo zusammengestellten Schwarzen Klangarchiven, die darauf abzielen, die unsichtbaren Kontinuitäten zwischen den emanzipatorischen Kämpfen des 20. und den Vorstellungswelten des 21. Jahrhunderts zu offenbaren.
Die Performance wird von einer simplen und doch spekulativen Frage geleitet: Wenn Paulette und Jane Nardal heute leben würden, welche Musik würden sie hören, um weiter über die Welt nachzudenken?
Zusätzliche Informationen
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