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Ernst Kreneks „Kantate von der Vergänglichkeit des Irdischen“ ist ein eindringliches musikalisches Mahnmal gegen Diktatur und Totalitarismus.


1932, kurz vor der nationalsozialistischen Machtergreifung, vertonte der Komponist in Wien barocke Gedichte von Andreas Gryphius, Martin Opitz und anderen Autoren, deren Verse unter dem Eindruck des Dreißigjährigen Krieges entstanden waren.


Zwischen Zwölftontechnik und tonalen Rückgriffen entfaltet Krenek einen spannungsvollen Kontrast zur bildreichen Dichtung. Nur wenige Monate nach der Fertigstellung wurde seine Musik in Deutschland als „entartet“ verfemt. 1938 emigrierte er in die USA. Die Kantate hat bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren und erscheint angesichts der Gefahren autoritärer Herrschaft aktueller denn je.


Am Pult steht Gijs Leenaars, seit 2015 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Rundfunkchors Berlin. Bekannt für sein vielseitiges Repertoire und sein besonderes Engagement für zeitgenössische Musik und selten aufgeführte Chorliteratur, bringt er seine feinfühlige musikalische Handschrift in das Programm mit dem RIAS Kammerchor ein. Neben Kreneks Kantate erklingen Werke von Johannes Brahms und Friedrich Gernsheim.

Besetzung


  • RIAS Kammerchor
  • Gijs Leenaars, Dirigent
  • Philip Mayers, Klavier

Programm


Friedrich Gernsheim

Hafis, Liederreihe op. 56: Auszüge


Johannes Brahms

Fünf Gesänge op. 104


Ernst Krenek

Kantate von der Vergänglichkeit des Irdischen op. 72


Gustav Mahler

Im Abendrot

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Zusätzliche Informationen
Teilnehmende Künstler:innen
Philip Mayers
RIAS Kammerchor
Gijs Leenaars
Termine
Februar 2027
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