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Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums bringt der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart fünf Künstler:innen wieder zusammen, deren Wege eng mit der Geschichte des Ortes verbunden sind. Tacita Dean, Thomas Demand, Olafur Eliasson, Henrik Håkansson und Tomás Saraceno arbeiteten Anfang der 2000er-Jahre in Ateliers in den angrenzenden Lagerhallen. Teile dieser Relikte der Berliner Industriegeschichte wurden 2003/04 in das Museumsgebäude integriert.


Mehr als 20 Jahre später kehren die fünf Künstler:innen mit der Gruppenausstellung „Next Door“ an ihren ehemaligen Arbeitsort zurück. In den Rieckhallen präsentieren sie neue und großformatige Werke und führen damit unterschiedliche künstlerische Entwicklungen zusammen, die einst an diesem gemeinsamen Ort ihren Ausgangspunkt nahmen.


Neue Arbeiten in den Rieckhallen


Für „Next Door“ arbeitet Tacita Dean gemeinsam mit Bruce Nauman an einem neuen Film, der sich auf Naumans ortsspezifische Installation „Room with My Soul Left Out, Room That Does Not Care“ (1984/2010) am Ende der Rieckhallen bezieht.


Thomas Demand lässt Pavillons mit großformatigen Fotografien durch den Raum schweben, während Olafur Eliasson Audiowellen in visuelle Phänomene übersetzt: Sich überblendende Lichtkreise reagieren dabei auf eine Klangkomposition.


Henrik Håkansson widmet sich in einer Videoinstallation ökologischen Systemen und untersucht diese anhand einer Choreografie des Flügelschlags eines Schmetterlings.


Tomás Saraceno präsentiert erstmals seit mehr als 15 Jahren wieder seine Installation „14 Billions (Working Title)“. Ergänzt wird sie durch seine fortlaufende Recherche zu Spinnennetzen und zur Frage, wie sich Spinnenangst (Arachnophobie) in Spinnenliebe (Arachnophilie) verwandeln kann.


30 Jahre Hamburger Bahnhof


„Next Door“ ist Teil des Jubiläumsprogramms zum 30-jährigen Bestehen des Hamburger Bahnhof. 2026 spannt das Museum mit acht Sonderausstellungen, einer neuen Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerten einen Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft und erweitert sein Programm zugleich in den Berliner Stadtraum.


Einen Höhepunkt bildet das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November 2026. Eine internationale Konferenz widmet sich der Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen, während der Hamburger Bahnhof für 30 Stunden durchgehend geöffnet bleibt.



Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhof, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano.


Kuratiert wird „Next Door“ von Sam Bardaouil, Direktor des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, und Ulya Soley, SAHA Kuratorin am Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.


  • Die Ausstellung wird von den Hamburger Bahnhof International Companions e. V. unterstützt.


Eröffnung: Donnerstag, 8. Oktober 2026, 19 Uhr




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